Hanreitergasse 13: Erneuerbare Sonnenstromenergie vom Gemeindebau

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Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál und Finanzstadtrat Peter Hanke präsentieren den Ausbau der Sonnenstrom-Offensive auf den Gemeindebauten. Bild: PID/VOTAVA.
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál und Finanzstadtrat Peter Hanke präsentieren den Ausbau der Sonnenstrom-Offensive auf den Gemeindebauten. Bild: PID/VOTAVA.

Auf den Dächern der Wohnhausanlagen von Wiener Wohnen in der Hanreitergasse 13 (Floridsdorf), der Breitenfurter Straße 360-368 (Liesing) und der Marchfeldstraße 16-18 (Donaustadt) produzieren künftig drei weitere neue Photovoltaikanlagen insgesamt ca. 220.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr. Diese Sonnenstrom-kraftwerke am Gemeindebau speisen den grünen Strom direkt ins Wiener Stromnetz ein. Errichtet und betrieben wird die Anlage durch den städtischen Energieversorger Wien Energie.

Die notwendigen Vereinbarungen zwischen Wien Energie und Wiener Wohnen wurden vor kurzem unterzeichnet. Sobald alle Genehmigungen vorliegen, wird mit der Montage der Module begonnen. Im Frühling des kommenden Jahres sollen die drei Anlagen in Betrieb gehen: „Der Wiener Gemeindebau stand von Beginn an für soziale Verantwortung, Innovation und Nachhaltigkeit. Wiener Wohnen führt diese Tradition mit seinem Beitrag zur Energiewende fort. Sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung bestehender Wohnhausanlagen wird der Weg der Klimawende konsequent umgesetzt. Mit Wiener Wohnen hat die Stadt Wien einen verantwortungsvollen Partner beim erreichen seiner Klimaziele.“, so Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál. 

Peter Hanke, Stadtrat für Wirtschaft und Wiener Stadtwerke: „Die Wiener Dächer haben ein unglaubliches Potential für nachhaltige Energiegewinnung. Mit diesen PV-Anlagen werden die Gemeindebauten zu kleinen Öko-Kraftwerken und tragen damit zur Energiewende bei. Ein weiterer Schritt in Richtung Sonnenergie-Stadt!“ 

„Unser klares Ziel ist es, bis 2040 klimaneutral zu sein – Sonnenstrom ist neben Geothermie einer der wesentlichen Faktoren, die uns zu diesem Ziel führen werden. Und wir sind auf einem sehr guten Weg dorthin. Wir haben es nicht nur geschafft, innerhalb von nur zwei Jahren die Sonnenstromleistung in Wien zu verdoppeln. Das macht mich sehr stolz.“, sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

Insgesamt werden 532 Photovoltaik-Module auf den Dächern der Wohnblocks der drei Gemeindebauten installiert. Mit einer Modul-Fläche von insgesamt ca. 1.064m² bringen es die drei Anlagen auf eine Leistung von insgesamt ca. 220 Kilowattpeak und eine erwartete jährliche Produktion von 220.000 Kilowattstunden Ökostrom. Dies entspricht umgerechnet rund 110 Zwei-Personen-Haushalten, die künftig mit grüner Energie versorgt werden. Das spart rund 130 Tonnen CO2 pro Jahr, so viel wie ein PKW bei 55 Erdumrundung ausstoßen würde. Diese drei Anlagen sind der Auftakt zur einer Serie von weiteren Sonnenstrom-Projekten, die in den nächsten Monaten und Jahren auf den Gemeindebauten von Wiener Wohnen folgen werden.

Neue PV-Anlagen im Überblick  

Hanreitergasse 13, 1210 Wien 

  • 148 Module
  • Leistung: 63,64 Kilowattpeak (kWp)
  • Stromproduktion: ca. 63.000 kWh/Jahr
  • CO2-Einsparung: ca. 37.000 kg/Jahr 

Marchfeldstraße 16-18, 1220 Wien 

  • 104 Module
  • Leistung: 44,72 Kilowattpeak (kWp)
  • Stromproduktion: ca. 45.000 kWh/Jahr
  • CO2-Einsparung: ca. 26.000 kg/Jahr  

Breitenfurter Straße 360-368, 1230 Wien

  • 280 Module
  • Leistung: 114,8 Kilowattpeak (kWp)
  • Stromproduktion: ca. 114.800 kWh/Jahr
  • CO2-Einsparung: ca. 67.000 kg/Jahr

Zehn Solarkraftwerke auf Gemeindebauten

Bislang wurden zehn Photovoltaikanlagen auf Wiener Gemeindebauten mit einer Gesamtleistung von rund 760 Kilowattpeak und einer Modulfläche von rund 6.000 m2 errichtet. Sie speisen jährlich rund 720.000 Kilowattstunden des lokal produzierten Sonnenstroms teilweise direkt ins Hausnetz der Wohnanlagen ein.  Zum Beispiel für den Betrieb von Liftanlagen, der Beleuchtung von Stiegenhäusern und Garagen. Das senkt die Kosten und hilft einem Großteil der insgesamt rund 4.400 Bewohner*innen bares Geld zu sparen.

In einem der größten Gemeindebauten der Stadt, dem Hugo-Breitner-Hof, versorgt hingegen eine solarthermische Anlage über 2.000 Bewohner*innen mit Warmwasser.

Überblick zu den PV-Anlagen auf Gemeindebauten:  

  • Ketzergasse 26 
  • Am Schöpfwerk 29 (Zanaschkagasse 12-16)
  • Dernjacgasse 4 & 10
  • Lorystraße 54
  • Hütteldorferstraße 252 
  • Ameisbachzeile 119 
  • Schäffergasse 10 
  • Wulzendorferstraße 92-94 

 Solarthermische Anlage:

  • Linzer Straße 299-325 / Hugo-Breitner Hof