Heurigenexpress bleibt 2022 in der Garage

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Heurigenexpress. Bild: Privat.
Heurigenexpress. Bild: Privat.
Stein

Mehrere Jahre düste der Heurigenexpress auch durch die Floridsdorfer Weinbaubetriebe. Damit ist nun wieder Schluss. Warum das so ist? Mangelndes Interesse und Unterstützung der Heurigenbetriebe!

Meist ab Juni war der Heurigenexpress II (ein zweiter Zug fährt auf den Kahlenberg) in Strebersdorf und Stammersdorf unterwegs. Das weckte erstens bei Vielen Kindheitserinnerungen an die Liliputbahn im Prater (das ist auch der Betreiber) und war zweitens recht praktisch, wenn man bei unseren Heurigen auch mal das eine oder andere Glaserl Wein trinken wollte. Jetzt nach der Einführung des Parkpickerls, sollte man meinen, wäre ein solches Service besonders willkommen.

Aber ausgerechnet 2022 wird der Heurigenexpress im 21. Bezirk nur noch nach Bedarf für Gesellschaften gebucht werden können. „Wir haben jetzt drei Jahre durchgehalten, hatten auch von einigen Betrieben wie Schilling oder dem Magdalenenhof und auch Bezirksvorsteher Papai tolle Unterstützung. Aber es gelingt leider nicht, alle Betriebe ins Boot zu holen“, erklärt Liliputbahn-Pressesprecher Philipp Pertl. Auch der Bezirksvorsteher „wäre traurig, wenn es den Heurigenexpress nicht mehr geben würde. Leider ist die Unterstützung der Heurigen in Stammersdorf enden wollend.“

So hätte man heuer die Heurigenbetriebe angeschrieben und gefragt, wann man fahren soll und ob es etwa Routenwünsche gäbe. Reaktion: Null! Pertl: „Wir haben drei Jahre reingezahlt, müssen jetzt die Bremse ziehen. Wir sind nicht der Sponsor der Heurigen.“

Am Kahlenberg läuft der Heurigenexpress rund, es wird sogar überlegt, heuer auch den Leopoldsberg miteinzubeziehen. Bei der Liliputbahn will man auch in Floridsdorf die Garagentür nicht endgültig verriegeln: „Wir stehen bereit. Das wird aber nur allen gemeinsam gelingen …“ -Hannes Neumayer

Heurigenexpress. Bild: Privat.
Heurigenexpress. Bild: Privat.