Im großen Bogen durch die Geschichte Transdanubiens

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Es geschah in Transdanubien. Bild: Kral Verlag.
Es geschah in Transdanubien. Bild: Kral Verlag.

Geschichte, Industrie, Natur, Kultur, Architektur und Leben am Wasser will Peter Schuberts neues „Heimatbuch“ für Transdanubien auf 264 Seiten mit 400 Abbildungen darstellen. Historische Ereignisse in Floridsdorf und Donaustadt mit ihren Schauplätzen und dem Heute verbinden und das – bisher eher ungewöhnlich – auch literarische und künstlerische Darstellungen einbeziehen.
„Einen Bogen spannen zwischen dem von Egon Schiele gezeichneten Floridsdorfer Weinkeller und den amourösen Abenteuern des „Herrn Karl“ im Überschwemmungsgebiet“, beschreibt Schubert.

Spuren menschlichen Lebens in Transdanubien gehen bis zu 5.000 Jahre zurück und berichten von Mord und Überschwemmungen, Zuwanderung und Antisemitismus, von österreichischen Heldenepen und bitterer Armut. Die beiden Bezirke waren wichtige Industriestandorte und haben Anteil am Nationalpark Donauauen. Sie sind Freizeitparadiese und waren Schauplätze des Bürgerkrieges. Neben der heutigen UNO-City gab es die Favelas von Wien und die Hinrichtungsstätte der NS-Zeit. Hier sollte die Hauptstadt Niederösterreichs und Jahre später ein „Hamburg des deutschen Ostens“ entstehen.

Der Bildhauer Georg Raphael Donner wurde hier geboren, wie auch Bundespräsident Franz Jonas und der Arzt Clemens von Pirquet. Und wo Napoleon während seiner ersten Niederlage sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte, propagierten hundert Jahre später Nackte ein freies Leben. Peter Schubert dokumentiert all das umfangreich und sachkundig. Erhältlich im Buchhandel. € 26,90.

Cover. Bild: Verlag.
Cover. Bild: Verlag.