
Eklat Anfang März beim berüchtigten Islam-Zentrum in der Richard-Neutra-Gasse: Im Gebäude wurde der Tod von Iran-Führer Ayatollah Ali Khamenei betrauert. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es eine Demo gegen die Veranstaltung. Im Anschluss gingen die beiden Seiten mit Stöcken und Holzlatten aufeinander los. Die FPÖ fordert eine Überprüfung.
Rund 70 Personen hatten sich laut Polizei erneut vor der Einrichtung versammelt und gerieten in eine körperliche Auseinandersetzung. Dabei wurden auch Stöcke und Holzlatten verwendet. Polizisten des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf sowie Kräfte der WEGA konnten die Situation rasch unter Kontrolle bringen. Im Zuge der Sachverhaltsklärung stellte sich heraus, dass sowohl Teilnehmer der zuvor abgehaltenen Veranstaltung als auch der Kundgebung wieder zum Ort zurückgekehrt waren, woraufhin es zu der Auseinandersetzung kam.
Insgesamt wurden neun Personen verletzt.
Das Islam-Zentrum des Vereins ,Iman Ali‘ steht seit Jahren in der Kritik. Offiziell läuft in dem Gebäude im Industriegebiet ein Seminarbetrieb, eine Moschee ist nicht erlaubt. Nachbarn berichten allerdings, dass es regelmäßig verbotene religiöse Aktivitäten mit Dutzenden Teilnehmern gibt. In der ORF-Sendung Thema bestätigte ein Experte Predigten mit proiranischen Reden in dem Gebäude, das der Republik Iran gehört.

Eine parlamentarische Anfrage der NEOS (wo bleiben effiziente Ermittlungen rund um das Iman-Ali-Zentrum?) ließ das Innenministerium unbeantwortet. Eine FPÖ-Anfrage im Bezirk an die scheidende Stadträtin Kathrin Gaál ergab: „Bei einer Vielzahl von Überprüfungen durch die Baupolizei konnte kein Moscheebetrieb festgestellt werden.“ Stand November fand die letzte Überprüfung am 19. September 2025 statt. Gaáls Fazit: Größere Menschenansammlungen gibt es zu bestimmten Festtagen – ohne spezifisch religiöse Ausrichtung, „vergleichbar mit Kirtagsveranstaltungen. Aus Sicht der Baupolizei liege keine widmungswidrige Nutzung vor.“
FPÖ-Bezirksrat Karl Mareda ist fassungslos: „Wenn also im ORF die Gebete dieser illegalen Mosche bestätigt werden, stellt sich einem die Frage, was die MA 37 da überprüft hat? Diverse Bilder auf deren Homepage zeigen auch die Teppiche und die Kanzel des Predigers.“
Die Floridsdorfer FPÖ wird für die April-Sitzung der Bezirksvertretung einen neuerlichen Antrag auf Überprüfung der Liegenschaft einbringen. Sowie eine Resolution und eine Anfrage.
Bezirksvorsteher Georg Papai weist darauf hin, „dass die FPÖ-Außenministerin die Zustimmung zum Kauf des Grundstückes durch den Iran gegeben hat“. Das Gebäude wird oft von Baupolizei, Marktamt, Polizei und sogar Finanzamt kontrolliert. Der Seminarbetrieb erlaubt auch einen Religionsraum. -H.N.














