,Junge Theater Wien‘ bringt ein breites Spektrum an bestehenden Produktionen der darstellenden Künste nach Floridsdorf

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(v.l.n.r.) Favoritens BV Marcus Franz, BV von Floridsdorf Georg Papai, Bürgermeister Michael Ludwig, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, BV von Donaustadt Ernst Nevrivy, Leitung JUNGE THEATER WIEN Stephan Rabl und Liesinger BV Gerald Bischof. Bild: Stadt Wien / Christian Jobst. Foto im Hintergrund: J.J.Kucek/ Verein ZOOM Kindermuseum
(v.l.n.r.) Favoritens BV Marcus Franz, BV von Floridsdorf Georg Papai, Bürgermeister Michael Ludwig, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, BV von Donaustadt Ernst Nevrivy, Leitung JUNGE THEATER WIEN Stephan Rabl und Liesinger BV Gerald Bischof. Bild: Stadt Wien / Christian Jobst. Foto im Hintergrund: J.J.Kucek/ Verein ZOOM Kindermuseum

Das Projekt ,Junge Theater Wien‘ bringt ein breites Spektrum an bestehenden Produktionen der darstellenden Künste nach Liesing, Favoriten, Simmering, Donaustadt und Floridsdorf.

Wien ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten um ca. 400.000 Personen gewachsen. In den fünf Bezirken Liesing, Favoriten, Simmering, Donaustadt und Floridsdorf leben etwa 43% der Wiener. Dabei handelt sich um eine junge und diverse Bevölkerung.

Mit dem Projekt Junge Theater Wien ermöglicht die Stadt Wien ein Vorstellungprogramm in Veranstaltungsstätten wie Volkshochschulen und Ankerzentren. Damit fördert sie die kulturelle Teilhabe in dezentralen Teilen der Stadt und bietet der bestehenden und vielfältigen darstellenden Kulturszene neue Aufführungsmöglichkeiten. Das Angebot richtet sich in vier Altersgruppen an ein junges Publikum von 2 bis 22 Jahren: für Kinder (Kindergarten und Volksschule) und Jugendliche (Unter-, Oberstufe und darüber hinaus).

Das Programm soll eine breite Palette der darstellenden Künste umfassen: von Sprechtheater und Erzähltheater über Performance und Tanz bis hin zu modernem Zirkus, Objekt- und Puppentheater und Oper. Auch interdisziplinäre Formen mit digitaler Kunst und Medienkunst sind geplant. Bei den rund 30 bis 40 Produktionen pro Saison handelt es sich um Wiederaufnahmen, Premieren sowie Uraufführungen und site-specific-Projekte der freien Theaterszene und der etablierten Wiener Theaterhäuser für junges Publikum. Das Publikum kann diese Vorstellungen im Rahmen schulpädagogischer Aktivitäten, allein oder innerhalb der Familie erleben, wodurch ein generationenübergreifendes Kulturerleben ermöglicht wird.

Das Vorstellungsangebot in den Bezirken wird unter der jeweiligen Bezirksbezeichnung auftreten und somit nicht nur die Verortung der Kulturinitiative verdeutlichen, sondern auch eine stärkere Identifikation seitens des Publikums und der lokalen Veranstaltungsstätten fördern: In einer festivalartigen Struktur finden die Veranstaltungsserien an 4 bis 8 Spieltagen dreimal pro Saison statt – im Frühling, Herbst und Winter, um eine optimale Verteilung über das Schuljahr und die Theatersaison zu gewährleisten. Diese Veranstaltungsserien bilden eine zusätzliche Auftrittsmöglichkeit für die Wiener Theaterszene für junges Publikum; sie werden somit auch in jedem Bezirk mit ihrer Genrevielfalt präsentiert und erweitern das vielfältige Kunst- und Kulturangebot in Wien.

Der dezentrale Spielbetrieb wird stufenweise aufgebaut: Im kommenden Herbst soll das Programm in den verschiedenen Bezirken der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Frühjahr 2025 starten die ersten Produktionen, gefolgt von der ersten Spielsaison, die von September 2025 bis Juni 2026 laufen wird.

„Im familienfreundlichen Floridsdorf ist das Projekt „Junges Theater“ herzlich willkommen und als Ergänzung und Abrundung des bestehenden kulturellen Angebots auch gut aufgehoben. Theater an sich ist schon seiner traditionell spielerischen Form und seiner bildhaften Darstellung nach bestens geeignet, ein junges Publikum anzusprechen und früh für Kultur zu interessieren. Bildung, Kultur und Kunst sollte allen Kindern und Jugendlichen offenstehen, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern und dafür ist dieses Projekt ein gelungenes Beispiel.“, so Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai.

Dr. Michael Ludwig, Bürgermeister: „Wien ist das jugendlichste Bundesland sowie eine der jüngsten Metropolen Europas. Diesen jungen Wienerinnen und Wienern machen wir nun ein weiteres kulturelles Angebot – ein Angebot der Teilhabe, ohne weiten Anreiseweg, sondern vor Ort. Mit Junge Theater Wien fügt sich nun ein weiterer Mosaikstein in das Kulturprogramm der Wiener Fortschrittskoalition. Ein Mosaikstein in das Gesamtkunstwerk Wien, das auch künftigen Generationen ein Leben in der lebenswertesten Stadt der Welt garantiert.  Kultur wirkt verbindend, schafft Identität, ein Gefühl von Gemeinsamkeit und Solidarität. Wir in Wien stehen deshalb für ein ernstgemeintes sowie leicht zugängliches Kulturangebot, das von den Menschen angenommen wird und begeistert.“

Mag.a Veronica Kaup-Hasler, Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft: „Ich freue mich, dass die Stadt Wien erneut einen Meilenstein für kulturelle Teilhabe und Nachhaltigkeit umsetzt: Mit der Ermöglichung des Projekts Junge Theater Wien stellen wir sicher, dass junges Publikum in Liesing, Favoriten, Simmering, Donaustadt und Floridsdorf niederschwellig in seinen Grätzln die vielfältigen Produktionen des Wiener Theaterangebots für Kinder und Jugendliche erleben kann. Diese kulturelle lokale Nahversorgung kann dabei unter anderem auf die vorhandenen Ankerzentren bauen, die wir als Stadt für eben solche Projekte ins Leben gerufen haben. Aber auch die Volkshochschulen mit ihren Veranstaltungsräumen werden zu wichtigen Standorten von Junge Theater Wien. Mit diesem Projekt schaffen wir ein Projekt, das Nachhaltigkeit in vielfältiger Weise ermöglicht: Vorhandene Produktionen werden in Umlauf gebracht, die künstlerische Arbeit weit besser ausgenutzt und Künstler*innen weiter beschäftigt. Und wir bringen mit dieser Idee Theater, Tanz und Performance in die Bezirke, gerade dorthin, wo es viele Familien gibt.“

Stephan Rabl, Leitung Junge Theater Wien: „Die Stadt Wien bereitet den Boden für Förderung und Weiterentwicklung der Theaterszene für junges Publikum, verbunden mit der dezentralen Kunst- und Kulturentwicklung in der Stadt. Dieses Ziel wird Junge Theater Wien umsetzen. Dabei ist die Vernetzung und der Dialog die Basis für die tägliche Arbeit in den Außenbezirken.“ 

Favoritens Bezirksvorsteher Marcus Franz: „Ob junge Menschen Zugang zu Kunst und Kultur haben, darf nicht davon abhängen, ob sie im Zentrum von Wien oder in einem der Randbezirke wohnen. Deshalb setzt das JUNGE THEATER WIEN, das sich vorgenommen hat, Kinder und Jugendliche dezentral zu erreichen, ein besonderes Zeichen und kommt ab 2025 mit zahlreichen Produktionen nach Favoriten.“

Bezirksvorsteher Thomas Steinhart, Simmering: „Simmering ist ein junger Bezirk und es erfüllt mich mit großer Freude zu sehen, dass nun ein Angebot für darstellende Kunst im Rahmen des Projekts JUNGES THEATER SIMMERING etabliert wird. Diese Initiative ist von großer Bedeutung für unseren Bezirk, da sie nicht nur die kulturelle Vielfalt fördert, sondern auch die künstlerische Entwicklung von jungen Menschen unterstützt. Es ist ein Weg, um Kinder und Jugendliche aktiv in die lokale Kulturszene einzubinden, was letztendlich zu einer lebendigen und vielfältigen Gemeinschaft beiträgt.“

„Die Idee mit „Junge Theater Wien“ in die Donaustadt zu kommen, ist ein großartiges Angebot und wird mit Sicherheit große Resonanz erfahren! Ich freue mich mit der jungen Bevölkerung und ihren Familien auf das Junge Theater Donaustad.“, Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy aus der Donaustadt.

„Das Junge Theater Wien ist eine beispielgebende Kulturinitiative der Stadt. Mit einem ständigen Spielbetrieb auch in Liesing soll damit eine breite Palette von Angeboten im darstellenden Kunstbereich speziell für Kinder und Jugendliche entstehen. Und das so gut wie vor der Haustür!“, Bezirksvorsteher Gerald Bischof aus Liesing.

Gemäß dem Motto „Wo man aufwächst ist die eigene Kultur Zuhause“ gestaltet das Junge Theater Wien Netzwerke in den Bezirken zu den Kultur-, Bildungs-, Sozial und Freizeiteinrichtungen und trägt zur kulturellen Bildung in den Bezirken bei: Ebenso wie der Besuch der Vorstellungen sollen Kulturvermittlungsprogramme mit u. a. partizipativen Formaten einen niederschwelligen Zugang zu den darstellenden Künsten und seinen Themen anbieten und junges Publikum für Kultur begeistern.

Der Verein Junge Theater Wien wird geleitet von Stephan Rabl, einem Experten der österreichischen Theaterszene für junges Publikum. Neben seiner langjährigen Erfahrung in der Organisation von Theaterfestivals für Kinder und Jugendliche in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich war er lange Zeit Vorsitzender des Dachverbands des professionellen Theaters für ein junges Publikum (ASSITEJ) in Österreich und Mitglied des internationalen Executive Committee. Zudem ist er der Gründungsdirektor des Dschungel Wien, dem Theaterhaus für junges Publikum im MuseumsQuartier.