Montag, 18. Mai, 2026
Start 4/2026 Kein Renommee für den Bezirk

Kein Renommee für den Bezirk

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Amtshaus Am Spitz. Bild: DFZ.
Amtshaus Am Spitz. Bild: DFZ.

Das Alkoholverbot am Bahnhof hat zwei Dinge bewirkt: Mehr Sicherheit am Franz-Jonas-Platz. Und die Verdrängung der etwa 40 köpfigen Gruppe – zum Beispiel direkt vor das Amtshaus Floridsdorf am Spitz. „Kein Renommee für den 21. Bezirk“, findet nicht nur FPÖ-Bezirksrat Karl Mareda.

Maximal 15 Personen machen es sich täglich vor dem Amtshaus Am Spitz (bei Schlechtwetter in den Arkaden des Gebäudes) – inklusive Bierdosen, etc. – gemütlich. Das ist nicht immer schön anzusehen an dem Platz, der eigentlich das Aushängeschild des 21. Bezirkes sein sollte.

Bezirksvorsteher Georg Papai hält fest, „dass man die Situation nicht mit jener am Bahnhof vergleichen könne“. Die Gruppe bestehe aus maximal 15 Personen, alle aus Floridsdorf, alle wohnraum-versorgt. Papai hat regelmäßig Kontakt zur Gruppe, und weist auf Spielregeln, Bierdosen sollen ordentlich entsorgt werden oder im Amtshaus gibt es eine Toilette, hin. Sozialarbeiter sind ebenso vor Ort. Papai: „Es war klar, das Alkoholverbot zaubert die Gruppe nicht weg. Solange vor dem Amtshaus noch Bänke für andere Leute frei bleiben, ist mir das lieber, als sie sitzen vor einer Schule.“

Besucher der Pizzeria im Amtshaus empfinden die Situation als unangenehm. Zwar sind keine gröberen Vorfälle bekannt, „aber beim Essen blöd angesprochen zu werden oder das gebetelt wird, ist auch eine Belästigung“, so eine Frau.

Und auch Mitarbeiter des Amtshauses finden es nicht so toll, wenn sie ihre Mittagspause nicht mehr am kleinen Vorplatz verbringen können. Für das obligatorische Hochzeitsbild ist das auch nicht gerade ein hübscher Rahmen.

„Jetzt ist das Bild vor dem Amtshaus, wie davor am Jonas-Platz. Das ist sicher nicht optimal und definitiv kein Renommee. Wir haben jahrelang vor diesen Situationen gewarnt. Die SPÖ-Politiker haben uns das eingebrockt, jetzt sollen sie sich auch darum kümmern“,
verlangt FPÖ-Bezirksrat Karl Mareda.

Unklar ist, was getan werden kann. Ein Alkoholverbot am Spitz würde das Problem wohl in den Paul-Hock-Park oder auf den Schlingermarkt verlagern. Und dort hätte man wohl auch kaum Freude … -H. Neumayer