Happy-End für eine kaum zu glaubende Geschichte: Bewohner einer Kleingartensiedlung hatten keine richtige Adresse, Polizei und Rettung fanden mehrfach nicht zu ihren Häusern. Nach vier Jahren Gesprächen gibt es nun eine Lösung.
Vor exakt vier Jahren hat die DFZ berichtet: Die Kleingartensiedlung ,SDL Dirnelwiese‘ liegt nur wenige Meter neben der Prager Straße am äußersten Stadtrand. Die 13 Siedler haben mit ihren ganzjährig bewohnbaren Häusern ein Problem mit ernsthaften Auswirkungen: Sie sind ein weißer Fleck auf der Landkarte und haben keine echte Adresse. Denn ihre Straße gehört zu Langenzersdorf und dort kann man keine Wiener Adressen vergeben.
Nach vielen Diskussionen mit zig Wiener Behörden hat sich die Baupolizei MA37 der Sache angenommen: Die offizielle Adresse lautet nun z.B. ,KLG Dirnelwiese, Parzelle 2, 1210 Wien‘.
Anrainer Andreas Wolf bestätigt: „Wir haben endlich eine ordentliche Meldeadresse und die ersten Bewohner haben sich umgemeldet. Paketzustellungen klappen noch nicht perfekt, aber am wichtigsten ist die Änderung für die Blaulichtorganisationen.“
Unterstützung kam von Gemeinderat Gerhard Spitzer (SPÖ), der auch in der Kleingartenkommission der Stadt Wien sitzt: „Ich freue mich, dass diese unendliche Geschichte für die Bewohnerinnen nun einen positiven Abschluss findet.“
Jetzt will Herr Wolf gleich noch eine – absurde – Kleinigkeit angehen. Das Ortsschild Langenzersdorf auf der Prager Straße ist falsch, nämlich auf Wiener Boden, befestigt. Wolf: „Ein Lkw mit Baumaterial hat uns unlängst nicht gefunden, weil er dachte, in Langenzersdorf ist er falsch.“ Mal schauen, ob das auch vier Jahre dauert. -Hannes Neumayer

















