Marchfeldkanal: Aufregung um Pferde und Pony-Haltung

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Pferde am Marchfeldkanal. Bild: DFZ.
Pferde am Marchfeldkanal. Bild: DFZ.

Aufregung gibt es um die Haltung von drei Ponys und zwei Pferden direkt am Marchfeldkanal. Die Besitzerin nimmt in der Floridsdorfer Zeitung erstmals Stellung und wehrt sich gegen „die unfaire Berichterstattung in ORF und der BZ“. Manuela Wolf zur DFZ: „Meinen Tieren geht es blendend, so gut ist es ihnen noch nie im Leben gegangen. Die Pferde hatten noch nie die Freiheit, die sie jetzt haben.“

Seit Oktober ist Frau Wolf mit den Tieren vor Ort. Zuerst zwei Ponys und Ziegen, im Dezember kamen zwei Pferde dazu, „die wären sonst zum Schlachten gekommen, wäre das besser? Das sind zwei ältere Herren, waren früher Rennpferde, wurden geritten und auch mit Fiaker gefahren.“

Auslöser seien „genau drei Leute, die sich aufregen. Vor allem eine nette Dame, die noch nie bei den Pferden im Stall war. Was Sie sagt, entspricht nicht der Wahrheit. Die hat Null Ahnung.“ Die Vorwürfe: Schlechte Tierhaltung, mangelnde Pflege der Tiere, es sei gatschig vor Ort, die Ställe aus Zelten seien nicht in Ordnung, etc.

Fakt ist, dass mehrere Behörden eingeschalten sind. Zusammenfassend die Aussage der Behörden bezüglich Tierhaltung: Den Pferden geht es gut, kleine Verbesserungen seien immer möglich, es erfolgten bereits mehrmals Kontrollen. Die Tierhaltung wird als artgerecht bezeichnet. Eingeschalten wurde auch die Baupolizei (MA37), sie überprüft, ob das Aufstellen der Stall-Zelte und des Wohnwagens im SWW-Gebiet erlaubt ist. Es wurde ein Räumungsbescheid ausgestellt. Dagegen läuft ein Einspruch und ein Bewilligungsverfahren für die ‚Gebäude‘.

Frau Wolf zur DFZ: „Das ist so eine Ungerechtigkeit. Ich habe selbst bei Ämtern angerufen und wurde immer abgewimmelt. Wenn es Tag und Nacht regnet, kann ich nix machen, dann wird es gatschig. Die Tiere können jederzeit rein und raus, haben dort Futterstellen. Die haben 24 Stunden rund um die Uhr Futter zu fressen und Wasser. Im Zelt sind mindestens 20 Zentimeter ausgestreut. Und das Fell der Tiere regeneriert sich je nach den Temperaturen!“

Frau Wolf hat nun eine Petition gestartet und meint sehr viel positives Feedback vor Ort zu bekommen: „Es kommen Kinder und bewegen die Ponys. Viele Menschen freuen sich über die Tiere und danken mir.“ In Zukunft sollen auch regelmäßige Besuche möglich sein, es hätten sich bereits Kindergartengruppen und Schulen gemeldet!

Eine Bitte hat Manuela Wolf an die vielen Besucher am Marchfeldkanal: „Nicht füttern, wenn ich nicht da bein!“ Verleumder will Frau Wolf verklagen.