Dienstag, 6. Oktober, 2026
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Marktstand bis Online-Checkout im Casino: In Floridsdorf wandert die gesamte Geldbörse langsam aber sicher aufs Smartphone

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Symbolbild: images.pexels.com.
Symbolbild: images.pexels.com.

Ob in der Brünner Straße, beim schnellen Einkauf unterwegs oder später am Abend im Onlineshop: Bezahlt wird längst nicht mehr nur mit Bargeld und Karte. Das Smartphone übernimmt immer häufiger den letzten Schritt. Österreichische Zahlen zeigen, wie schnell sich besonders der mobile Einkauf entwickelt.

Ein Einkauf beginnt heute nicht unbedingt vor einem Regal. Produkte werden am Handy gesucht, Preise verglichen und Bestellungen direkt unterwegs abgeschlossen. Die Zahlung hängt einfach hinten dran.

Die aktuelle Zahlungsmittelumfrage der Oesterreichischen Nationalbank macht deutlich, wie fest Onlinekäufe inzwischen verankert sind: 67 Prozent der Befragten bestellen im Internet, etwa jeder Zweite davon mindestens einmal im Monat. Bei diesen Einkäufen kommen Karten auf einen Anteil von 35 Prozent, Wallets bereits auf 30 Prozent.

Im Geschäft sieht das Bild noch anders aus. Dort bleibt Bargeld deutlich präsenter.

Bargeld bleibt an der Kassa auf Platz 1

Nach Angaben der Oesterreichischen Nationalbank wurden 2025 noch 55 Prozent der Transaktionen im stationären Handel bar bezahlt. Noch 2022 lag der Bargeldanteil bei 63 Prozent.

Wallets wie Google Pay oder Apple Pay liegen vor Ort insgesamt weiterhin unter zehn Prozent. Bei kleineren Beträgen bewegt sich allerdings etwas: Bei Zahlungen unter zehn Euro hat sich ihr Anteil zwischen 2022 und 2025 von vier auf acht Prozent verdoppelt.

Das Smartphone ersetzt die klassische Geldbörse damit nicht.

Es bekommt nur immer häufiger einen festen Platz daneben.

5,4 Milliarden € werden inzwischen mobil ausgegeben & der Bezahlvorgang wird immer kürzer

Noch deutlicher ist die Entwicklung im Onlinehandel. Die E-Commerce-Studie Österreich 2026 von Handelsverband und KMU Forschung Austria beziffert die österreichischen Online-Ausgaben auf 12,3 Milliarden Euro. Damit legte der Markt gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent zu. Seit 2023 beträgt das Wachstum bereits 24 Prozent.

5,8 Millionen Menschen in Österreich bestellen inzwischen online.

Vor allem das Smartphone hat innerhalb kurzer Zeit deutlich zugelegt. 2025 wurden über Smartphone und Tablet noch rund 4,1 Milliarden Euro ausgegeben, 2026 sind es bereits 5,4 Milliarden Euro. Mobile Geräte stehen damit für 44 Prozent der gesamten österreichischen E-Commerce-Ausgaben. 2023 lag ihr Anteil noch bei 24 Prozent.

Auch die Zahl der mobilen Käufer wächst. Rund 4,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher kaufen über Smartphone oder Tablet ein. 80 Prozent der Online-Shopper greifen bereits bei der Produktsuche zum Smartphone, 71 Prozent schließen dort auch tatsächlich einen Kauf ab.

Eine Kartennummer jedes Mal neu einzutippen, wirkt auf einem kleinen Display ziemlich umständlich, wenn Suche, Auswahl und Bestellung davor nur wenige Minuten gebraucht haben. 

Wallets verkürzen diesen Vorgang. Eine unterstützte Karte wird einmal hinterlegt, anschließend erfolgt die Freigabe direkt über das Gerät. Online-Vergleichsportale wie casino.org stellen für österreichische Spieler verschiedene Online-Casinos gegenüber und zeigen dabei auch, welche Zahlungsmethoden jeweils angeboten werden. Die Auswahl umfasst unter anderem Anbieter mit Google Pay sowie Angaben zu Einzahlungen, Limits und möglichen Gebühren. Einige Nutzer zahlen einfach mit Google Pay in dieser Auswahl von Online-Casinos auf casino.org, während andere auf Karten, Banküberweisungen oder E-Wallets zurückgreifen. Ein Detail ist dabei wichtig: Google Pay dient bei den dort aufgeführten Casinos zur Einzahlung, nicht zur Auszahlung. Für eine spätere Auszahlung muss ein anderer unterstützter Zahlungsweg gewählt werden.

Ein Wallet-Logo allein erklärt also noch nicht den gesamten Zahlungsablauf.

Beim normalen Einkauf in Floridsdorf ist mit der erfolgreich bestätigten Zahlung meistens Schluss. Bei digitalen Konten, Abodiensten oder Glücksspielangeboten können Ein- und Auszahlung dagegen getrennt voneinander funktionieren. Dazu kommen Limits der hinterlegten Karte oder Vorgaben des jeweiligen Anbieters.

Auch technisch arbeitet eine Wallet anders als eine zusätzliche Bankkarte. Hinter Google Pay liegt weiterhin ein unterstütztes Zahlungsmittel. Das Smartphone übernimmt vor allem die sichere Freigabe und erspart die erneute Eingabe der Kartendaten.

Für den Alltag ist genau diese Kürze der eigentliche Vorteil.

Wer in Floridsdorf unterwegs noch etwas bestellt, muss nicht erst die Geldbörse herausholen und eine Kartennummer übertragen. Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Gerätesperre können je nach Smartphone für die Bestätigung reichen.

Der Kauf wird dadurch nicht automatisch günstiger, aber schneller abgewickelt.

Kleine Beträge wandern besonders leicht aufs Handy

Je geringer der Betrag, desto weniger attraktiv wirkt zusätzlicher Aufwand.

Das erklärt zumindest teilweise, warum Wallets gerade bei kleineren Zahlungen stärker zulegen. Kaffee, Snack, Ticket oder ein schneller Onlinekauf werden zunehmend direkt über das Gerät bezahlt, das ohnehin schon in der Hand liegt.

Die Bankkarte bleibt dabei unsichtbar im Hintergrund.

94 % wollen trotzdem nicht vollständig auf Bargeld verzichten

Die zunehmende Smartphone-Zahlung bedeutet in Österreich keineswegs das Ende von Münzen und Scheinen.

Laut OeNB möchten 94 Prozent der Befragten nicht vollständig auf Bargeld verzichten. 66 Prozent wünschen sich sogar, dass Bargeld seine heutige Bedeutung behält. Weitere 28 Prozent möchten es zumindest weiterhin als Möglichkeit zur Verfügung haben.

Viele Menschen entscheiden nicht zwischen Bargeld oder digital. Sie sind flexibel und wählen die passende Zahlungsmethode je nach Situation.

Beim Bäcker in Floridsdorf kann ein Geldschein auf dem Tresen liegen, im Geschäft wird die Karte ans Terminal gehalten und die Bestellung am Abend läuft über Google Pay. Alle Varianten können ohne Probleme gleichzeitig genutzt werden, ohne dass eine die andere komplett verdrängen muss.