
Um der zunehmenden Lärmbelästigungen vor allem in der Nacht her zu werden, wünscht sich die ÖVP einen Nacht-Bezirksvorsteher mit eigenem Team. Den braucht es nicht, meint die SPÖ Floridsdorf: „Floridsdorf hat bereits einen Bezirksvorsteher, der Tag für Tag – und wenn nötig auch in der Nacht – für die Anliegen der Menschen arbeitet.“
„Beinahe täglich kommt es zu Saufgelagen, lauter Musik und gröhlenden Gruppen bis drei oder vier Uhr morgens. Auch ,Roadrunner‘, die mit ihren Fahrzeugen durch die Gegend rasen, rauben vielen Leuten die Nachtruhe.“, meinte die Floridsdorfer ÖVP-Klubobfrau Victoria Mayer in der DFZ. Ihr Vorschlag: Ein Nacht-Bezirksvorsteher mit einem Team aus Sozialarbeitern, die vor Ort sind, wenn andere schlafen: „Nötig sind strengere Regeln für die Nutzung öffentlicher Plätze in der Nacht und Streetworker, die gerade bei Jugendgruppen deeskalierend eingreifen.“

„Ein zusätzlicher Titel wie ‚Nacht-Bezirksvorsteher‘ bringt niemandem eine ruhigere Nacht. Was es braucht, sind Taten – und die liefern wir seit Jahren“, stellt Barbara Cermak, Klubobfrau der SPÖ ihre Sicht klar: „Unser Bezirksvorsteher Georg Papai hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass er Probleme wie Lärm und nächtliche Belästigungen aktiv und konsequent angeht.“ Als Beispiel nennt sie das Mozaik in Leopoldau. Cermak: „Beim Mozaik Eventcenter hat Papai umgehend reagiert, Gespräche mit Betreiberinnen und Polizei initiiert und klare Vorgaben erwirkt, damit Anrainerinnen künftig besser geschützt sind.“ Das Mozaik sorgt nun bereits seit fast einem Jahrzehnt für Ärger bei Anrainern. Bereits vor Jahren wurden Regeln aufgestellt – genutzt hat es nicht wirklich. Nun wird versucht, dem Betreiber und vorallem den Mietern des Veranstaltungsortes strengere Regeln zu geben.
Das Feedback auf den DFZ-Artikel zeigt jedenfalls, das Lärmbelästigung – egal ob Tag oder Nacht – für viele Bezirksbewohner ein Thema ist: Der Nachbar, der immer schreit und tobt; die Pastorstraße als Rennstrecke, laute Fußballplätze, Tankstellen als nächtliche Partyzonen; Roadrunner im Bereich Industriegebiet Strebersdorf.
Cermak weist auf den Kostenfaktor eines Nacht-Bezirksvorstehers hin „In Amsterdam werden für das Büro des ‚Nachtbürgermeisters‘ hunderttausende Euro an Steuergeld aufgewendet. Dabei ist dieser nicht einmal persönlich in der Nacht unterwegs, sondern versteht sich als Vermittler zwischen Politik, Verwaltung und Nachtszene – also genau das, was Bezirksvorsteher Georg Papai seit Jahren tagtäglich für Floridsdorf macht. Dieses Geld investieren wir in Floridsdorf lieber in Streetwork, Jugendarbeit und Sicherheit vor Ort – das bringt den Menschen wirklich etwas“.













