Trotz Parkpickerl sind auch in Floridsdorf in vielen Grätzeln Stellplätze Mangelware. In Jedlesee wird gerade geprüft, ob Anrainerparken möglich ist. Eine weitere Option: Nachtparken auf Supermarktparkplätzen. Gerade in Jedlesee gäbe es dafür eine perfekte Möglichkeit. Den Lidl mitten im Grätzel: Der Parkplatz ist riesengroß und selbst untertags nicht ausgelastet.
Probleme? Supermärkte sind nicht begeistert und oft nicht einmal Besitzer oder Betreiber der Kundenparkplätze. Dabei gäbe es alleine in Jedlesee eine zweite gute Option: Den Billa Plus auf der Jedleseer Straße.
Außerdem büßen wir alle die Sünden der Vergangenheit. Gegen Ende des letzten Jahrtausends wurden auch im 21. Bezirk flache Fachwerkszentren wie sonst in jeder niederösterreichischen Kleinstadt errichtet. „Einkaufszentren“ wie etwa in Donaufeld oder eben auch große Supermarktparkplätze ohne Überbauung in Jedlesee sind ein Luxus, den man sich in einer Stadt, die in 26 Jahren von 1,5 auf über zwei Millionen Einwohner gewachsen ist, nicht mehr leisten kann. Man kann sie aber auch nicht rückgängig machen.

Bezirksvorsteher Georg Papai berichtet von mehreren Gesprächen mit großen Supermarktbetreibern, die alle kein Interesse an einer Nacht-Freigabe ihrer Parkplätze haben. Lidl hatte es an anderen Standorten ausprobiert. Und es gab, so Papai, massive Probleme mit Autofahrern, die sich nicht an die Regeln hielten – also etwa nicht nur in der Nacht ihr Fahrzeug abstellen, sondern gleich den ganzen nächsten Tag. Dennoch will der Bezirksvorsteher bezüglich des Lidl in Jedlesee neuerlich Gespräche führen. Papai: „Was ich verspreche: Mit mir wird es kein neues Stand-Alone-Einkaufszentrum mehr geben.“
Ein möglicher Ansatz wäre für Nachtparken einen geringen Betrag zu verlangen, wie etwa im Großfeldzentrum. Dort fällt eine Gebühr von circa vier Euro pro Nacht an.














