Sonntag, 12. April, 2026
Start 3/2026 Neues Buch über „Gemeindebau in der NS-Zeit“: Licht, Luft und Schatten

Neues Buch über „Gemeindebau in der NS-Zeit“: Licht, Luft und Schatten

321
Cover: Böhlau.
Cover: Böhlau.

Auf über 440 Seiten beleuchtet ein neues Buch von Claudia Kuretsidis-Haider die Geschichte des Wiener Gemeindebaus und des Wohnungsamts in der NS-Zeit wissenschaftlich.

,Licht, Luft und Sonne’ war der Slogan des Wohnbauprogramms der Zwischenkriegszeit. Damit war zum Teil schon mit den Kämpfen im Jahr 1934 Schluss. Ab 1938 hieß es dann ,Licht, Luft und Schatten‘.

Mit Beschluss vom 14. Juni 1938 wurden tausende jüdische Mieter systematisch aus ihren Gemeindewohnungen vertrieben. Der Sammelband beleuchtet die Geschichte des Wiener Gemeindebaus und untersucht ausgewählte Gemeindebauten genauer: Etwa Goethehof, Karl-Marx-Hof, Sandleitenhof oder die Wohnhausanlage Rasenstadt in Favoriten. Letztere war ein Ort des Widerstandes, sowohl im Austrofaschismus wie in der NS-Zeit.

Außerdem stehen Biografien von jüdischen Mietern, die gekündigt und vertrieben wurden oder Menschen, die wegen widerständigen Verhaltens verfolgt wurden, im Mittelpunkt.

Infos: „Licht, Luft und Schatten. Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus“, Claudia Kuretsidis-Haider (DÖW), Böhlau.