Ex-ÖVP-Vize-Bezirksvorsteher Christian Klar sorgt für Aufregung: Der Direktor der Europa-Schule in Jedlesee hat einem russischen Sender ein nicht genehmigtes Interview gegeben. Außerdem wollte Klar als Schul-Experte bei einer Parteiveranstaltung der FPÖ in Niederösterreich auftreten. Montag Abend hatte er via DFZ seinen Rücktritt als Vize-Parteichef derÖVP angenommen. Das Angebot wurde heute Vormittag akzeptiert.
Letzte Woche sorgte ein Interview von Christian Klar mit einem russischen TV-Sender für Aufregung. Den die Dreharbeiten fanden in der Europa-Schule in der Deublergasse statt. Das müsste von der Bildungsdirektion Wien genehmigt werden. Was es offenbar nicht wurde. Jetzt drohen dem Schuldirektor dienstrechtliche Konsequenzen, zum Beispiel in Form einer schriftlichen Abmahnung. Klar zur DFZ: „Dass das Gespräch mit dem Sender an der Schule knapp vor Ende des Unterrichts stattgefunden hat, war ein schwerer Fehler. Ich werde in Zukunft weder an der Schule noch als Direktor Interviews geben. Sondern nur als Privatperson, Autor und Experte.“
Als Experte wollte der ÖVP-Politiker laut der Floridsdorfer Zeitung vorliegenden Informationen am Dienstag bei einer Veranstaltung der FPÖ Niederösterreich ,Schule unter Druck – Herausforderungen durch den politischen Islam‘ auftreten. Dass das bei der ÖVP Floridsdorf – Christian Klar ist aktuell deren stellvertretender Bezirksparteiobmann – weniger gut ankommt, liegt auf der Hand. Weder die ÖVP Floridsdorf noch die ÖVP Wien wollten am Montag eine offizielle Stellngnahme abgeben.
Klar, er war bis Juni 2025 Vize-Bezirksvorsteher der ÖVP in Floridsdorf, hat den Auftritt mit Udo Landbauer (FPÖ) abgesagt. Er stellt gegenüber der DFZ aber klar: „Die Funktion des stellvertretenden Bezirksparteiobmanns habe ich seit der letzten Wien-Wahl nicht mehr aktiv ausgeübt. Die ÖVP kann gerne meinen Rücktritt haben, wenn sie will.“ Das Rücktrittsangebot wurde von ÖVP-Bezirksparteichef Leon Wassiq heute Vormittag angenommen. Klar bleibt aber definitiv ÖVP-Mitglied: „Ich fühle mich noch immer vor allem der Bundes-ÖVP sehr verbunden.“ In Floridsdorf wurden schon Gerüchte kolportiert, Klar wechsle zur FPÖ.
Denn ausgerechnet die FPÖ eilt Klar zur Hilfe. „Der derzeitige Wirbel rund um ein Interview von Direktor Christian Klar mit einem russischen TV-Sender ist nichts anderes als eine gezielte politische Aktion, um vom völligen Versagen im Wiener Bildungssystem abzulenken. Ausufernde Gewalt an Schulen, zunehmender Islamismus, verzweifelte Pädagogen und mehr als 50 Prozent außerordentliche Schüler in den ersten Klassen, weil ihre Deutschkenntnisse so mangelhaft sind, dass sie dem Unterricht nicht folgen können – das sind die tatsächlichen Skandale im Wiener Schulwesen“, erklärte heute der Bildungssprecher der Wiener FPÖ und Klubobmann Maximilian Krauss. Besonders scharf kritisierte der FPÖ-Klubobmann das Verhalten der ÖVP: „Dass ausgerechnet die eigene Partei nun sogar eine Amtsenthebung als stellvertretender Bezirksvorsitzender prüft, ist eine politische Bankrotterklärung.“















