Samstag, 7. März, 2026
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Papai: Floridsdorf fehlen laut Planstellen 64 Polizisten

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Bezirksvorsteher Georg Papai fordert mehr PolizistInnen für Floridsdorf. Bild: BV21.
Bezirksvorsteher Georg Papai fordert mehr PolizistInnen für Floridsdorf. Bild: BV21.

Derzeit klafft bei der Polizei in Floridsdorf eine deutliche Lücke zwischen Planstellen und tatsächlich im Dienst befindlichen Beamt*innen: Rund 26 % der vorgesehenen Polizeikräfte fehlen, rechnet Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) vor. Konkret versehen aktuell etwa 184 Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst, vorgesehen wären 248. Papai: „Diese Unterbesetzung ist kein neues Phänomen. Sie besteht seit Jahren. Im Nachtbetrieb muss sogar einer der sechs in Floridsdorf stationierten Dienstwägen stehen bleiben, weil nicht ausreichend Personal vorhanden ist.“

„Floridsdorf ist sicher, aber die personelle Situation bei der Polizei ist angespannt. Das betrifft nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung, sondern vor allem die Arbeitsbedingungen der Beamtinnen und Beamten“, betont Papai. Die Folgen seien spürbar: hohe Überstundenbelastung, familienunfreundliche Dienstzeiten und fehlende Ressourcen für wichtige Aufgaben des Alltags, wie etwa die Kontrolle von 30-km/h-Zonen oder die Durchsetzung von Leinen- und Beißkorbpflichten. Gerade diese Maßnahmen tragen aber wesentlich zur Lebensqualität im Bezirk bei.

„Unsere Polizistinnen und Polizisten in Floridsdorf leisten hervorragende Arbeit. Engagiert, professionell und mit großem Einsatz. Aber Engagement allein kann fehlendes Personal nicht ersetzen. Wer Sicherheit will, muss auch für faire Rahmenbedingungen sorgen“, so Papai. Der Bezirksvorsteher spricht sich daher erneut für eine bessere personelle Ausstattung, eine bedarfsgerechte Verteilung der vorhandenen Kräfte und die Einführung einer Großstadtzulage für Polizeibedienstete aus. Die Anforderungen an die Exekutive in einer Millionenstadt seien ungleich höher als in ländlichen Regionen. Das müsse sich auch in den Rahmenbedingungen widerspiegeln.

„Es geht nicht um Dramatisierung, sondern um Verantwortung. Mehr sichtbare Polizei stärkt das Vertrauen der Menschen und entlastet jene, die tagtäglich für unsere Sicherheit im Einsatz sind“, stellt Papai klar.