Eine Absichtserklärung der Gemeinde Langenzersdorf muss auch Strebersdorfer hellhörig werden lassen. Denn dort hat man das Okay für eine Umwidmung für einen Teil der Sportanlage ‚Dirnelwiese‘ der Nationalbank (ÖNB) unmittelbar an der Bezirksgrenze gegeben.
Verwertungspläne der ÖNB für das Gelände an der Stowassergasse gibt es immer wieder, doch jetzt dürfte es ernst werden. Etwa ein Viertel der Fläche soll umgewidmet werden und Wohnbau „für etwa 300 Personen ermöglichen“, berichten die Grünen Langenzersdorf. Als Gegenleistung soll der lokale Fußballverein SV Langenzersdorf „20 Jahre gratis auf der Anlage spielen dürfen“. Ein schlechter Deal, wie die Langenzersdorfer Grünen meinen.
Die Freizeit- und Sportanlage in Langenzersdorf ist fast sechs Hektar groß (zehn Tennisplätze, Fußball-, Rugby- und Beachvolleyballfelder, Minigolfanlage, Swimmingpool, Schießanlage und Kegelbahn). Eigentümer ist die BML GmbH, eine Tochter der OeNB-eigenen IG Immobilien. Auch Außenstehende können Mitglied werden.
Auf der Homepage der IG Immobilien ist das Projekt ,Leben-Freizeit-Sport Dirnelwiese‘ bereits zu finden: „Ein innovatives, soziales und ökologisches Wohnprojekt in Langenzersdorf auf rund 17.500 m².“ Es umfasst sechs Doppelhäuser, drei Wohnhäuser mit 55 Wohnungen und ein Seniorenwohnheim mit circa 100 Wohneinheiten, sowie Nahversorger und Gastronomieangebote. Eine Tiefgarage mit 290 Stellplätzen und 220 Fahrradabstellplätze sind geplant. Die Gemeinde übt das Vergaberecht zu einem vergünstigten Mietpreis bei rund 18 Wohnungen aus und erhält ein Vorkaufsrecht für die Wohnungen mit exklusivem Vergaberecht, heißt es weiter. Und die rund 50.000 m² (über 5ha) große angrenzende Fläche bleibt der Allgemeinheit als Sport- und Erholungsraum erhalten und wird durch das Projekt zusätzlich belebt. Ein Baustart ist in etwa zwei Jahren zu erwarten. -H. Neumayer














