
2019/20 sorgte die Liegenschaft in der Richard-Neutra-Gasse 8 für Aufregung: Der Verein Imam Ali nutzte ein Gebäude im Industriegebiet Leopoldau für eine ,Moschee-Nutzung‘. Obwohl das Verwaltungsgericht Wien entschied: Religiöse Einrichtungen im Betriebsbaugebiet sind nicht zulässig. Das Grundstück gehört der Republik Iran – Stadt Wien und Bundesregierung spielten sich den Ball zu, wer denn nun tätig werden müsse. Passiert ist nichts.
Wie Mitarbeiter benachbarter Firmen berichten, geht der ,Betrieb‘ bis heute munter weiter. Die FPÖ will jetzt mit einem Antrag in der Bezirksvertretung klären, wie das sein kann: „Trotz der Tatsache, dass sich die Liegenschaft in einem Betriebsbaugebiet befindet und eine religiöse Nutzung bereits im Jahr 2019 behördlich untersagt wurde, versammeln sich nach wie vor jeden Freitag hunderte Personen auf dem Grundstück“, so FPÖ-Klubobmann Markus Brand im Antrag.
Die Behörden geben sich bei diesem Thema seit Jahren eher zugeknöpft. „Die Liegenschaft wurde seit 2020 unregelmäßig kontrolliert, eine widmungswidrige Nutzung konnte allerdings nicht festgestellt werden“, sagt die Baupolizei auf DFZ-Anfrage. Dass es in den letzten beiden Jahren Anzeigen und Beschwerden gab, wird bestätigt. Die Erklärung, warum der ,Moschee-Betrieb‘ plötzlich doch in Ordnung ist: Offenbar wurde ein Seminargewerbe angemeldet, was in der roten Zone eines Gewerbegebietes erlaubt ist. Dabei ist auch ein Gebetsraum gestattet.















