Samariterbund: Neuer Rettungsstützpunkt in Wien-Floridsdorf

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Grundsteinlegung. Bild: BV21.
Grundsteinlegung. Bild: BV21.

„Der Samariterbund setzt seine breite Qualitätsoffensive fort und freut sich über Zuwachs in Wien“, erklärt KO LAbg. Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer Samariterbund Österreichs, anlässlich der feierlichen Grundsteinlegung heute, am 29. September 2022, in der Petritschgasse. „Der neue Rettungsstützpunkt in Floridsdorf wird ab 2023 ein wichtiges Glied der Wiener Rettungskette sein, auf das man stolz sein kann. Die neue Leitstelle kommt vor allem auch der Bevölkerung in den stark gewachsenen Bezirken Floridsdorf und Donaustadt zugute und wird verkehrsstrategisch, umwelttechnisch und wirtschaftlich neue Maßstäbe setzen“, so Hundsmüller.

Kurze Wege – die neue Leitstelle wird in der Nähe zum Krankenhaus Nord bzw. zum SMZ Ost Donauspital liegen – garantieren nicht nur bestmögliche Versorgung im Notfall, sondern auch einen effizienten, ressourcenschonenden Betrieb.

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Dazu Peter Hacker, Amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport in Wien: „Der neue Stützpunkt des Samariterbundes in der Petritschgasse wird die Gesundheitsversorgung der Wiener Bevölkerung weiter verbessern. Es wird eine Dienststelle, die nach modernsten Gesichtspunkten auch aus Sicht der Klimagerechtigkeit errichtet wird. Sie wird aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ‚alle Stücke spielen‘ und ein sehr guter und moderner Arbeitsplatz werden.“

Freude über den neuen Stützpunkt

Der bei der Grundsteinlegung ebenfalls anwesende Bezirksvorsteher für Floridsdorf, Georg Papai, unterstreicht die Bedeutung für Floridsdorf: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Samariterbundes leisten hervorragende Arbeit für unseren Bezirk und unsere Stadt. Bei allem persönlichen Einsatz braucht es aber gerade im Rettungsdienst auch das richtige Equipment am neuesten Stand der Technik. Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass an diesem neuen Standort in Floridsdorf beide Säulen einer gelungenen Notversorgung – menschliches Engagement und moderne Technik – zusammenfinden.“

Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien, freut sich über die Erweiterung für das Wiener Rettungswesen: „Der Samariterbund Wien ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner im Rettungsdienst, beim Krankentransport und bei Großschadensfällen. Jede Modernisierung bedeutet auch eine Verbesserung für die Versorgung der Wiener Bevölkerung.“

Effizientes und nachhaltiges Vorzeigeprojekt

„Unser Fuhrpark ist größer als je zuvor, weil immer mehr Krankentransporte durchgeführt werden. Im 15. Bezirk sind wir längst an unsere Grenzen gestoßen, dieser Standort bleibt aber weiterhin als Stützpunkt erhalten“, erklärt Landesgeschäftsführer des Samariterbund Wiens, Oliver Löhlein, der sich darüber freut, dass die neue Leitstelle in der Petritschgasse ein Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit ist und in Zukunft auch die Homebase für „Essen auf Rädern“ sein wird. „Umwelttechnisch werden wir zum Beispiel auf eine sehr leistungsstarke Solar-Photovoltaik-Anlage und den verstärkten Einsatz von E-Fahrzeugen setzen. Wir wollen sparsam agieren und gleichzeitig unsere Umwelt schonen“, so Löhlein. Elmar Hagmann, Geschäftsführer Sedlak Bauunternehmen, ergänzt: „Die Petritschgasse wird ein echtes Vorzeigeprojekt im Hinblick auf partnerschaftliche Bauabwicklung, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz. Von den verwendeten Baumaterialien bis zum Einsatz einer Wärmepumpe errichten wir hier einen Rettungsstützpunkt, der fit ist für die Herausforderungen der Zukunft.“

Zufriedene Mitarbeiter*innen

Ab 2023 wird es in der Petritschgasse 24 in Wien-Floridsdorf Garagen- und Außenstellplätze für 65 Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge, eine Werkstatt mit drei Hebebühnen und zwei Waschboxen sowie moderne Büro- und Sanitärräume geben. Die Mitarbeiter*innen der Leitstelle können sich dann auch über zwei Seminarräume und zwei große helle Sozialräume sowie weitläufige Terrassen und Gründächer freuen.

„Weil beim Samariterbund immer der Mensch im Mittelpunkt steht, werden bei diesem Bau von Anfang an die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt. Denn ohne das große Engagement und die professionelle Kompetenz der Samariterinnen und Samariter wäre unsere soziale Mission nicht so erfolgreich. Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Teams für den großen Einsatz beim Projekt Petritschgasse bedanken“, so Andreas Balog, Mitglied der Samariterbund-Geschäftsleitung, abschließend.

Facts & Figures

Samariterbund-Rettungsstützpunkt, 1210 Wien, Petritschgasse 24
Betreiber: Samariterbund Wien, Rettung und Soziale Dienste, gemeinnützige GmbH
Bauwerber: Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Service GmbH
Planung: DI Markus Kuhlang ZT GmbH
Bauführung: Dipl. Ing. Wilhelm Sedlak Gesellschaft m.b.H.

Technik und Ausstattung:

  • Photovoltaikanlage, 25 kWp
  • Elektrofahrzeugladeplätze, 25 Stk.
  • Heizung mittels Wärmepumpe
  • Gründächer mit Intensiv- und Extensivbegrünung
  • Notstromaggregat mit 100 kVA
  • Garagenstellplätze für 65 Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge + Außenstellplätze
  • Werkstatt mit 3 Hebebühnen
  • Waschboxen, 2 Stk.
  • Büro- und Sanitärräume
  • 2 große Mitarbeiter*innen-Sozialräume samt großzügiger Terrassen und Gründächer
  • moderne, vollausgestattete Rettungs-Leitstelle
  • 2 moderne Seminarräume

Überbaute Fläche: 2.938,61 m²
Nutzfläche gesamt: 4.443,67 m²
Gesamtanzahl der Arbeitsplätze: ca. 480