Dienstag, 6. Oktober, 2026
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Schießplatz Stammersdorf: Effektive Maßnahmen oder Schall und Rauch?

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Georg Papai und Bernhard Herzog. Bild: Strohmaier.
Georg Papai und Bernhard Herzog. Bild: Strohmaier.

Die Polizei hat vor einigen Monaten zugesagt, ihre Schießübungen am Schießplatz in Stammersdorf zu reduzieren. Bezirksvorsteher Georg Papai und Nationalratsabgeordneter Bernhard Herzog haben bei einer Dialogaktion in Stammersdorf ein aktuelles Meinungsbild zur momentanen Lärmbilanz des Schießplatzes eingeholt,. EErgebnis: Viele haben kein Problem mit dem Schießplatz, einige nehmen bereits eine Verbesserung wahr. Es gibt aber auch weiterhin Beschwerden zur Lärmbelastung.

Am Mittwoch holten Bezirksvorsteher Papai und Abgeordneter Herzog (beide SPÖ) an der 31er Endstation zahlreiche Bürger-Meinungen ein. Zwei Stunden lang befragten Sie Passanten nach ihrer Wahrnehmung zu der Lärmsituation rund um den Bundesheer-Schießplatz Stammersdorf. Die Rückmeldungen waren durchaus durchmischt, wobei sich eine klare Mehrheit zeigt: kein direktes Problem mit der Lärmbelästigung. Es wurden jedoch auch Stimmen laut, die die Situation gegenteilig einschätzen und weitere Verbesserungen fordern. 

„Die Verlagerung der Hälfte der Polizei-Schießübungen ist ein wichtiger Erfolg für Stammersdorf. Schießübungen sind für unsere Sicherheit notwendig, aber die Belastung darf sich nicht an einem Standort konzentrieren. Wir bleiben dran, damit die Anrainerinnen und Anrainer dauerhaft entlastet werden,“ betont Bezirksvorsteher Papai. 

Der Abgeordnete Herzog ergänzt: „Die Rückmeldungen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Für mich zählt, ob die Menschen die Entlastung auch im Alltag spüren. Wer weiterhin unter dem Schießlärm leidet, muss genauso gehört werden. Deshalb bleiben wir im Gespräch und setzen uns für weitere Verbesserungen ein“

Die Lärmbelastung durch die Polizei-Schießübungen beschäftigt die Anrainer und Politik seit Jahren. Mit den notwendigen Übungen der Polizei mit dem Sturmgewehr nahm die Belastung am Standort deutlich zu. Papai und Herzog setzten sich deshalb gemeinsam mit den Betroffenen für eine Entlastung ein. In Gesprächen mit der Polizei konnte eine wichtige Verbesserung erreicht werden: 50 Prozent der Polizei-Schießübungen wurden schrittweise auf einen Schießplatz des Bundesheeres in Niederösterreich verlagert. Dadurch sind ganze Schießtage in Stammersdorf entfallen. 

Festgehalten wurden die Bürger-Gespräche mittels Punktevergabe auf einem Abstimmungs-Transparent:

  • 7 Personen: “Situation stark verbessert”
  • 13 Personen: “Situation besser, weitere Reduzierung gewünscht”
  • 53 Personen: “Kein Problem mit dem Schießlärm”
  • 10 Personen: “Weniger Lärm, aber noch immer zu viel”
  • 8 Personen: “Unverändert hohe Lärmbelastung”

Mit rund 58 Prozent entfiel die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf „Kein Problem mit dem Schießlärm“. Weitere 20 Rückmeldungen bestätigten eine Verbesserung, teilweise verbunden mit dem Wunsch nach zusätzlicher Entlastung. Die Aktion ergibt damit ein überwiegend positives Stimmungsbild unter den Teilnehmenden.

Gleichzeitig zeigen 18 Rückmeldungen, dass die Belastung für einen Teil der Anrainer*innen weiterhin zu hoch ist. Die gesammelten Erfahrungen sollen deshalb in die weiteren Gespräche rund um den Schießplatz einfließen. Ziel bleibt mehr Ruhe und Lebensqualität für die Menschen in Stammersdorf.