Samstag, 14. Februar, 2026
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Schlingermarkt-Umbau, Teil 1 abgeschlossen: Begrünung, Kühlung, Photovoltaik, Natursteinflächen

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Der vordere Platz vom Schlingermarkt erstrahlt modern und klimafit – Teil 1 des Umbaus erfolgreich abgeschlossen. Bild: Stadt Wien/Markus Wache.
Der vordere Platz vom Schlingermarkt erstrahlt modern und klimafit – Teil 1 des Umbaus erfolgreich abgeschlossen. Bild: Stadt Wien/Markus Wache.

Nach mehrmonatigen Umbauarbeiten ist Teil 1 der Umgestaltung am Schlingermarkt fertig: „Der traditionsreiche Markt ist jetzt nicht nur kultureller und kulinarischer, sondern auch klimafitter Treffpunkt im Herzen des 21. Bezirks“, freuen sich Marktamt und Politik.

Herzstück der Neugestaltung ist das Nexoradendach – eine großflächige Pergola-Konstruktion aus Holz mit einer Gesamtfläche von rund 300 m², die Kletterpflanzen und Photovoltaikmodule vereint. Die lichtdurchlässigen PV-Module (27 m²) liefern zu Spitzenzeiten 4,8 kWp und speisen den Strom direkt in die Markt-E-Verteilung ein. Damit kann die neu installierte, energiesparende LED-Beleuchtung (8 Stück zu je 11 Watt) rund 6.250 Stunden lang mit Sonnenstrom betrieben werden. Insgesamt werden so jährlich rund 5.000 kWh Strom eingespart.

„Dieser neue geschaffene Platz im vorderen Bereich des Schlingermarktes ist ein Vorzeigeprojekt für ganz Wien“, freut sich Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS), seit wenigen Wochen für die Wiener Märkte zuständig: „Die Nexorade ist das Herzstück des Marktes und der Markt das Herzstück von Floridsdorf.“

Vor allem die hoffentlich schon nächstes Jahr wirksame Beschattung ist mehr als dringend nötig:  Die freie Fläche heizte sich so stark auf, dass bei der Blumenecke sogar eine große Ausglagenfensterscheibe barst!

Neue Bäume und Pflanzen für den Markt

Unter dem neuen Dach entsteht nicht nur künstlicher, sondern auch natürlicher Schatten. Zwei frisch gepflanzte Blaseneschen sorgen zusammen mit drei neu angelegten Grünoasen aus einer Staudenmischung (Gerüstbildner, Begleitstauden, Bodendecker sowie Blumenzwiebeln und -knollen) für ein gutes Mikroklima und Biodiversität im vorderen Bereich des Marktes.

Helle Natursteinflächen für weniger Hitze

Die Asphaltfläche unter dem Nexoradendach wurde durch helle Natursteine aus Quarzgestein ersetzt. Diese reflektieren Sonnenlicht, verhindern zu starkes Aufheizen und schaffen ein freundliches Ambiente zwischen den Marktständen.

Bezirksvorsteher Georg Papai: „Der Floridsdorfer Markt erlebt seit ein paar Jahren einen regelrechten Aufschwung. Es wurden neue Marktunternehmen angesiedelt, die Marktstände wurden größtenteils mit neuen Farbanstrichen versehen, ein historischer Brunnen und ein „Tröpferlbad“, eine mittels Sprühnebel gekühlte konsumfreie Zone, wurden installiert.“ Marktamtsdirektor Andreas Kutheil verweist auf die steigenden Besucherzahlen: „Rund 22.000 Kunden pro Woche nutzen den Markt – vor zehn Jahren waren es 5.000. Die neue Gestaltung mit vielen Pflanzen wird diesen Trend weiter befeuern.“

Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling, Bezirksvorsteher Gerorg Papai, Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.Bild: Stadt Wien/Markus Wache.
Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling, Bezirksvorsteher Gerorg Papai, Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.Bild: Stadt Wien/Markus Wache.

Die Maßnahmen werden in den nächsten Jahren weitergeführt. Zunächst werden ab Oktober am Landparteienplatz zwei neue Gebäude für drei Stände errichtet. Sie sollen vorerst den arrivierten Standbetreibern Lukajic und Traxler (beide Fleischer) und Geschirr Lackstätter angeboten werden. Im – aus Marktamsicht – Idealfall, kann man den letzten Stand in der Mittelreihe dann 2026 abreißen. Wann und ob das Budget für die Umgestaltung mit Begrünung im hinteren Markteil da ist, ist offen.

Floridsdorf war 2023 Teil des Beteiligungsprojekts der Stadt Wien. Bürger*innen haben beim Wiener Klimateam den Vorschlag zur Umgestaltung des Schlingermarktes als Idee eingebracht und gemeinsam mit Expert*innen zum Projekt weiterentwickelt. Die Floridsdorfer Bürger*innen-Jury hat sich unter anderem für den „klimafitten Schlingermarkt“ entschieden und der Politik zur Umsetzung vorgeschlagen. „Wir freuen uns über die Umsetzung und den Abschluss des Projekts am Schlingermarkt und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den verschiedenen Dienststellen! Der „klimafitte Schlingermarkt“ bereichert durch die moderne Gestaltung das Marktleben und die Aufenthaltsqualität für die Besucher und ist gleichzeitig Vorbild für andere Märkte“, so Susanna Erker, Leiterin der Abteilung Energieplanung.