Schon wieder: Toter Schwan im Wasserpark!

593
Bild: Harald Illsinger
Bild: Harald Illsinger
Stein

Die Tragödie unter den Schwänen in Floridsdorf geht weiter: Montag oder Dienstag verunglückte neuerlich ein Schwan auf den ÖBB-Gleisen. Laut Naturbeobachter Harald Illsinger ist „der Wasserpark nun erstmals gänzlich ohne Schwäne, eine Schande für Wien!“

Bereits Mitte Februar verunglückte ein Schwan auf den ÖBB-Gleisen (Die DFZ hat berichtet: http://bit.ly/21NoSgW). Illsinger: „Laut ÖBB Mitarbeitern vor Ort geschieht es wöchentlich…“
Bei den ÖBB streitet man die Vorfälle auch gar nicht ab: „Das kommt fallweise vor, in letzter Zeit aber selten. Es tut uns sehr leid, aber wie auch Sie verstehen werden, lässt sich dies leider nicht wirklich verhindern…“

Bild: Harald Illsinger
Bild: Harald Illsinger

Heuer gab es in Floridsdorf bereits sieben (!) tote Schwäne. Der gestern verunglückte Schwan hat in den letzten Wochen vier Kinder und seine „Frau“ im Wasserpark verloren. Eine ganze Schwanenfamilie wurde also ausgerottet.

Nicht alle auf ÖBB- oder Ubahn-Gleisen. Das Grundproblem: Die Schwäne wollen vom Wasserpark zur Alten Donau. Unter der S-Bahn-Brücke kommen sie wegen des Damms nicht durch. Und um über die Leitungen zu kommen, reicht oft die Anflugstrecke nicht. Sie bleiben hängen und stürzen auf die Gleise. Oder: Manche sind auch schon hart gegen die Mauern der Schnellbahntrasse gekracht.

Den ÖBB dürfte es daher ganz recht sein, dass auch der letzte Schwan, der Schwanenvater, dessen Familie verunglückt ist, „von der Brücke geholt und entsorgt worden ist…“, so Illsinger.

Für die ÖBB heißt das: Keine Schwäne, kein Problem.