Sicherheitsgipfel für Floridsdorf

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ÖVP will Sicherheitsgipfel veranstalten. Bild: ÖVP.
ÖVP will Sicherheitsgipfel veranstalten. Bild: ÖVP.

Wiederholte Vorfälle um den Bahnhof Floridsdorf oder in der Großfeldsiedlung, Silvesterrandale im Koch-Hof, Messerangriffe oder der zerstörte Gebetsgarten am Marchfeldkanal: Die Debatte „Wie sicher ist Floridsdorf?“ reißt nicht ab. Während Bezirksvorsteher Georg Papai seit Jahren mehr Polizisten fordert, will die ÖVP nun einen Sicherheitsgipfel abhalten. „Das Sicherheitsgefühl der Floridsdorfer sinkt: Die vermeintlich einfache Lösung ist der Ruf nach mehr Polizei, wie ihn die SPÖ gestellt hat. Dabei werden die wahren Probleme des Bezirks ignoriert und echte Lösungen negiert“, meint ÖVP-Klubobmann Leonhard Wassiq (Bild).

Gespräche mit Experten würden zeigen, mehr Polizei bringt nichts, wenn die vorhandenen Planstellen nicht sinnvoll eingesetzt werden. Sicherheit könne auch durch bauliche Maßnahmen wie Beleuchtung oder einem Alkoholverbot am Bahnhof hergestellt werden.

Die ÖVP wird daher im November einen überparteilichen Sicherheitsgipfel mit Bürgern und Experten veranstalten. Wassiq: „Wir laden alle Bezirksparteien und den Bezirksvorsteher ein, sich einzubringen und mit uns ein umsetzbares Konzept für Floridsdorf zu erarbeiten.“ Ergebnis soll ein Sicherheitskonzept mit konkreten Maßnahmen sein, um das Sicherheitsgefühl der Floridsdorfer zu stärken. Wie die anderen Parteien reagieren, bleibt abzuwarten.