Skaten in Floridsdorf auf 1.500 m2

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Neue Skatehalle für Wien. Bild: Bubu Dujmic.
Neue Skatehalle für Wien. Bild: Bubu Dujmic.

Wien bekommt eine neue Skatehalle. Die 1.500 m2 große Halle im Floridsdorfer Gewerbegebiet soll künftig sowohl den Ansprüchen des Breiten- als auch des Spitzensports gerecht werden. Betrieben wird das neue Angebot für Wiens Skater*innen vom Verein Skateboard Club Vienna. Nach baulichen Adaptierungen soll der reguläre Betrieb in der Wintersaison 2023/24 starten. Bis dahin werden die künftigen Nutzer*innen in die nötigen Planungsschritte eingebunden.  

Die neue Halle befindet sich in der Vohburggasse 2, nahe der Stadtgrenze im 21. Bezirk, im Gewerbegebiet Strebersdorf. Durch die nur ca. 7 Gehminuten entfernte S-Bahnstation Strebersdorf, Bus- und Straßenbahnstationen in der Nähe, ist – zumindest laut Aussendung – eine sehr gute öffentliche Anbindung garantiert. Für den Individualverkehr ist die direkt an der Autobahnabfahrt Strebersdorf der A22 gelegene Skatehalle ebenso rasch erreichbar.

Der Skatepark zielt auf die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Nutzer*innengruppen ab und wird international wettbewerbstaugliche Standards erfüllen. Der mit dem Betrieb der Halle betraute Skateboard Club Vienna hat nicht nur sportliches Know-how, sondern auch eine fundierte Expertise in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Um das Angebot auch wirklich breit nutzbar zu machen, stehen niederschwellige Kurse für Skateboard und Scooter zur Verfügung. Eingebettet ist der Betrieb der Skatehalle in niederschwellige Kinder- und Jugendarbeit und sozialpädagogische Projektarbeit, die in Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendzentren und Vereinen erbracht wird. Es wird Safe Spaces geben, in denen die Halle zu bestimmten Zeiten ausschließlich für bestimmte Nutzer*innengruppen, etwa Mädchen und queere Wiener*innen, zugänglich ist. 

Da die Halle auch als Austragungsort von Wettkämpfen und als Trainingsstätte für Spitzensportler*innen dienen soll, orientiert man sich bei der Planung an internationalen Standards im Skateparkbau. Immerhin ist Skatboarding seit Tokyo 2021 olympische Disziplin und Floridsdorf soll Top-Sportler*innen optimale Bedingungen bieten und auch Inline-/Rollerskater*innen, Scooterfahrer*innen und BMX-Fahrer*innen offenstehen. Im sportlichen und hochsportlichen Bereich wird der Nachwuchs gefördert, es gibt Ausbildungen für Übungsleiter*innen und Fortbildungen für Skate-Coaches.  

Vizebürgermeister und Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr: „Die neue Skatehalle in Wien ist nicht nur ein Ort für Leidenschaft und sportliche Betätigung, sondern auch ein Raum, der Gemeinschaft fördert und neue Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eröffnet. Mit moderner Ausstattung und internationalen Standards bietet sie Skater*innen aller Niveaus optimale Bedingungen. Sie ist ein Symbol für Wiens Engagement im Breiten- und Spitzensport und verbindet Sport, Sozialarbeit und Integration auf beeindruckende Weise.“ 

Sportstadtrat Peter Hacker: „Nach der Schließung des Skateparks im 23. Bezirk haben wir nun wieder ein ganzjähriges Angebot für die vielen Kinder und Jugendliche, die diese Sportarten betreiben. Es freut mich, dass diese Lücke geschlossen ist und wir für die stetig wachsende Skater-Community eine geeignete Halle gefunden haben, die auch im Winter nutzbar ist. Die MA51 – Sport Wien wird für die notwendigen baulichen Adaptierungen und die Ausstattung der Halle sorgen.“ 

Antonio Aiello, Obmann Skateboardclub Vienna: „Wir freuen uns sehr, dass die neue Skatehalle in Wien umgesetzt wird. Die Halle wird den vielen Menschen, die sich für Skateboarding, Scooter, BMX und Inline-/Rollerskating begeistern, einen niederschwelligen, attraktiven und vor allem wetterunabhängigen Raum bieten, um ihre Leidenschaft ganzjährig ausüben zu können. Darüber hinaus werden neue Möglichkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit eröffnet und ein neuer Treffpunkt für die Community geschaffen. In einem ersten Schritt erarbeiten wir nun mit Vertreter*innen der unterschiedlichen Sportarten eine gemeinsame Vision der Halle, um die Anforderungen der Nutzer*innen bestmöglich in die Planung einzubeziehen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Wien wie auch für ihr Vertrauen, einen fest in der Szene verankerten Verein mit dem Hallenbetrieb zu betrauen.“