Steinitzsteg: Erhalt der Donauquerung für alle gefordert

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Steinitzsteg. Bild: DFZ.
Steinitzsteg. Bild: DFZ.

Wie berichtet, soll der Steinzitzsteg (gelbe Brücke) ab 2028 für bis zu fünf Jahre während der Nordbrückensanierung für Radler und Fußgänger gesperrt werden. Dagegen regt sich immer mehr Widerstand.

In einem von den Grünen initiierten Gesprächsforum im voll besetzten Schutzhaus Blumenfreunde wurde über mögliche Lösungen beraten. Und Vorschläge eingebracht, wie ein kostengünstiger Brückenanbau, eine schlanke Ersatzbrücke oder der Erhalt von einer Spur für Fuß- und Radverkehr bei gleichzeitigem bedarfsgesteuerten Wechsel der Fahrtrichtung auf der mittelern KFZ-Spur, wie das schon andernorts gut funktionierte.

Was aber keinesfalls akzeptiert werde, so Heinz Berger, Klubobmann der Grünen Floridsdorf in einer Aussendung, ist eine Umleitung der Fuß- und Radverkehrs über die Floridsdorfer Brücke: „Dies würde nicht nur einen untragbaren Umweg von rund einer halben Stunde für den Fußverkehr bzw. eine knappe Viertelstunde für den Radverkehr bedeuten, sondern auch die begrenzten Kapazitäten der dortigen Infrastruktur überlasten. Häufig wenden insbesondere SPÖ, FPÖ und ÖVP ein, dass Zufußgehen ohnehin fast nur die Freizeit betreffe. Das hätten anwesende Nutzerinnen des Steinitzstegs klar zurückgewiesen, da man ja tausende Menschen nicht einfach an andere Orte verfrachten kann, weil die Freizeitinfrastruktur vielerorts ohnehin schon jetzt am Limit ist und daher die Donauinsel ein erreichbares Erholungsziel bleiben muss.“

Nach dem Exklusiv-Bericht der Floridsdorfer Zeitung kündigte die Stadt an – so Berger – „im Falle einer möglichen Sperrung wird es selbstverständlich eine qualitativ hochwertige Alternativroute geben. Mehr als ein Jahr danach wollen wir jetzt Ergebnisse sehen!“

Gesprächsforum Steinitzsteg. Bild: Grüne.
Gesprächsforum Steinitzsteg. Bild: Grüne.

Die starke Teilnahme am Gesprächsforum trotz Regenwetter in der Adventzeit und die enorme Anzahl an bestärkenden Rückmeldungen über Social Media zeige, „dass dieses Anliegen für viele Menschen wichtig ist“. Die Wiener Grünen und kündigten weitere Aktivitäten zur Erhaltung der Donauquerung für Fuss- & Radverkehr an.

Alle Information, die die Floridsdorfer Zeitung derzeit hat, deuten darauf hin, dass es bei die Ausweichrouten über die Floridsdorfer Brücke, etc. bleiben wird und nicht an einer Ersatzlösung wie einer temporären Brücke gebastelt wird. Wohl auch aus Budgetgründen. In Internetforen geht es einerseits heiß hier, andererseit wird auch hinterfragt, ob die Sanierung der Nordbrück in Summe fünf Jahre dauern muss.