Samstag, 7. März, 2026
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Steinitzsteg: Rekord bei Petition für Erhalt der Radquerung

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Steinitzsteg. Bild: DFZ.
Steinitzsteg. Bild: DFZ.

Für Diskussionen sorgt weiter die geplante Sperre des Steinitzsteges für Radler und Fußgänger. Wie exklusiv berichtet, soll der Steg ab 2027/28 für fünf Jahre als Ausweichroute für Autos während der Sanierung der Nordbrücke dienen. Eine Petition fordert „Steinitzsteg muss bleiben!“ und hat in Rekordzeit die nötigen Unterschriften gesammelt.

Geplanter Baubeginn auf der Nordbrücke ist in exakt einem Jahr, Ende 2031 soll die Generalsanierung laut Asfinag fertig sein. Der Steinitzsteg ist als Ausweichroute fix eingeplant, weil sonst sinngemäß der motorisierte Individualverkehr zusammenbrechen würde. Täglich fahren beinahe 100.000 Fahrzeuge über die Nordbrücke. Für Radler und Fußgänger wird es nur beschilderte Alternativrouten, aber keine Ersatzbrücken, etc. geben.

Das will Anna Karall mit einer offiziellen Petition bei der Stadt Wien ändern. Und obwohl die Petition „Steinitzsteg muss bleiben!“ erst am 16. Februar freigeschaltet wurde, ist das Ziel 500 Unterschriften längst pulverisiert. 500 Unterschriften braucht man, damit die Petition im Rahmen des gleichnamigen Ausschusses des Gemeinderates behandelt wird. Stand 3. März liegt die Anzahl bisheriger Unterstützungen bereits bei 932. Zum Vergleich: Die vor einem Jahr eingebrachte Petition „Erdbergstraße verkehrsberuhigen – Für unsere Kinder, unsere Gesundheit und eine lebenswerte Zukunft!“ hält bei 109 Unterstützern. Direkt vergleichbar sind Unterstützerzahlen bei Petitionen zwar nicht (nach Erreichen der 500er-Grenze ist oft Schluss), allerdings gab es in den letzten zehn Jahren nur zwei Petitionen mit mehr Unterstützern.

Steinitzsteg: Das fordert die Petition

Konkret fordert Anna Karall, dass es nicht nur Ausweichrouten gibt: „Mit der vorliegenden Petition fordern wir den Erhalt bzw. die Errichtung einer adäquaten Donauquerung in unmittelbarer Nähe zum Steinitzsteg, um auch während der Sanierung der Nordbrücke die Donau zu Fuß und mit dem Rad dort überqueren zu können.“

Und weiter heißt es: „Wir sprechen uns für die Aufrechterhaltung der wichtigen Donauquerung für den Fuß- und Radverkehr auf Höhe des Steinitzsteges aus. Dafür soll der Steinitzsteg – zumindest eingeschränkt – dauerhaft begeh- und beradelbar bleiben oder ein räumlich naher Ersatzsteg errichtet werden. Ist beides nicht der Fall, so sind Ausweichrouten sowohl flussaufwärts (Donauquerung Höhe Jedleseer Brücke) als auch flussabwärts (Floridsdorfer Brücke) samt Umleitungsbeschilderung notwendig.“

Wie dramatisch Umleitungen für Radler und Fußgänger sind, ist mehrfach Ansichtssache: Woher komme ich, wo will ich hin? Fakt ist, die Route über den Steinitzsteg ist die angenehmste, weil möglichst konfliktfrei. Wer etwa über die Floridsdorfer Brücke radelt, landet teils in und neben dem motorisierten Verkehr.