Montag, 18. Mai, 2026
Start 3/2025 Strache will „9,3 % und ein Direktmandat“

Strache will „9,3 % und ein Direktmandat“

1868
Strache vor dem Amtshaus Am Spitz.. Bild: DFZ.
Strache vor dem Amtshaus Am Spitz.. Bild: DFZ.

Der ehemalige Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache will von Floridsdorf aus Wien erobern. Im DFZ-Gespräch hält er ein Grundmandat im Gemeinderat für realistisch und fordert „ein Öffi-Paket mit sofortiger Freigabe der U6-Verlängerung und ein  Sicherheitspaket“.

Seine Partei ,Team HC Strache‘ hält seit der Wahl 2020 bei 4,43 % und immerhin zwei Bezirksräten – wienweit das beste Bezirksergebnis. „Damals hatten wir weder viel Zeit, noch viel Geld. Deshalb halte ich eine Verdoppelung für möglich“, so Strache, der seit Herbst im 21. Bezirk wohnt. Für ein Direktmandat in den Gemeinderat braucht es in Floridsdorf etwa 9,3 % und in der Donaustadt sogar nur etwa 8 %. Kein Wunder, dass die großen Wiener Bezirke der ,Battleground‘ des 55-jährigen sind. Um wienweit die 5 %-Grenze zu knacken fehlten 2020 1,73 %.

14 Verfahren seien „gewonnen, eingestellt“ oder Strache rechtskräftig freigesprochen und somit kein Hindernis. Aus der Bevölkerung gäbe es täglich sehr viel Zuspruch: „Ich bin wie eine Art Klagemauer für die Ängste, Sorgen und Wünsche der
Menschen. Sie sagen: ,Es braucht jemand mit deiner Erfahrung und schonungslose Kontrolle‘.“

Strache bei der Auftaktveranstaltung vor dem Floridsdorfer Amtshaus. Bild: DFZ.
Strache bei der Auftaktveranstaltung vor dem Floridsdorfer Amtshaus. Bild: DFZ.

Die Eckpunkte des 10-Punkte-Progamms des Teams HC Strache für Floridsdorf hat er als Spitzenkandidat rasch umrissen: „In 25 Jahren sind 60.000 Menschen mehr in den Bezirk gezogen, da muss der öffentliche Verkehr mithalten – es braucht die sofortige Freigabe der U6-Verlängerung bis Stammersdorf.“ Außerdem ein Sicherheitspaket für Brennpunkte wie Mitterhofer-, Marco-Polo- oder Großfeldsiedlung oder Karl-Seitz-Hof; keine weitere Verbauung im Donaufeld und die Heurigenkultur und dörflichen Charakter schützen und erhalten. Wienweit reichen die Forderungen von einer Sicherheitswache über gratis Eintritt für Kinder bis 14 in Bäder und einer Multifunktionshalle bis zu einer
Prämie für die Ansiedlung von Nahversorgern.

Dass es ihm mit einem guten Wahlergebnis wie 2015 Hans Jörg Schimanek und dessen Partei WIFF gelingen könnte, ausgerechnet einen FPÖ-Bezirksvorsteher zu verhindern, kümmert Strache wenig: „Ich trete nicht gegen die FPÖ, sondern für die Floridsdorfer an.“

Übrigens: Sollte es für den Gemeinderat nicht reichen, wäre er sich „nicht zu schade, als Klubobmann in der Bezirksvertretung“ zu sitzen. Immerhin hat er als Bezirksrat in der Landstraße seine politische Karriere gestartet: „Ich liebe Basisarbeit und ich mag die Menschen …“ -Hannes Neumayer