Freitag, 13. Februar, 2026
Start 8-9/2025 Straßenbahnen: Kampf dem ,Schneckentempo‘

Straßenbahnen: Kampf dem ,Schneckentempo‘

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Langsamfahrstelle in der Schloßhofer Straße wird saniert. Bild: zVg.
Langsamfahrstelle in der Schloßhofer Straße wird saniert. Bild: zVg.

Nachdem die Gleisarbeiten am Franz-Jonas-Platz abgeschlossen sind, nehmen die Wiener Linien endlich eine der ,Langsamfahrstrecken‘ der Straßenbahnen in Angriff. In der Nacht werden bis Jahresende 1.300 Meter Gleise auf der Schloßhofer Straße saniert.

Obwohl hier in wenigen Wochen mit dem 27er eine dritte Straßenbahnlinie fährt, werden die Gleise auf der Donaufelder Straße – auch hier dürfen die Straßenbahnen maximal 15 km/h fahren – erst 2026 saniert. „Die Schneckenbims sind eine Zumutung“, ärgert sich auch Heinz Berger, Klubobmann der Floridsdorfer Grünen: „Zwei Jahre Schneckentempo sind zwei Jahre zu viel. Es braucht eine raschere Sanierung.“ Auch weil Anrainer über eine Lärmbelästigung wegen des Schneckentempos der ,Schneckenbims‘ klagen.

Floridsdorf: Nur alte Straßenbahnen unterwegs

Ein weiteres Thema für die Öffi-Nutzer im 21. Bezirk: Bei uns fahren durchwegs nur ältere Garnituren. Die modernste Generation der Straßenbahnen, ,Flexity‘, kennen Fahrgäste nur von hübschen Schautafeln oder von Fahrten in anderen Bezirken, vor allem im Südwesten. Und das, obwohl bereits über 100 ,Flexity‘ in Wien unterwegs sind. Zeitplan, wann sich das ändern soll, ist keiner bekannt. Berger (Bild): „In Floridsdorf können Fahrgäste froh sein, wenn sie wenigstens einen ULF und nicht eine E2-Garnitur aus den Achtzigern erwischen!“ Übrigens: Auf hübschen Werbebildern des 27ers ist sehr wohl der ,Flexity‘ zu sehen, auch wenn er hier gar nicht zum Einsatz kommen wird.

Heinz Berger. Bild: Grüne.
Heinz Berger. Bild: Grüne.

Der 27er wird von Aspern Nord im 22. Bezirk kommend über die Donaufelder, Schloßhofer und Prager Straße in Strebersdorf enden und 28 Stationen haben. Real bedeutet das in Floridsdorf zwei bzw. drei Linien auf den gleichen Gleisen. Doppelt so oft sind die Straßenbahnen dann allerdings auch nicht unterwegs. Um für den 27er Platz zu schaffen wird das Intervall beim 25er und 26er wohl ausgedünnt werden. In Summe sind allerdings mehr Garnituren unterwegs und es kommt für die Fahrgäste zu einer Intervallverdichtung.

Prager und Donaufelder Straße: Drei-Minuten-Intervall?

„Auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt mit der bestehenden Linie 26 wird der Öffi-Verkehr mit einem Spitzenintervall von drei Minuten unterwegs sein“, hieß es bei der Präsentation von den Wiener Linien. Weder Starttermin für den 27er, noch ein Fahrplan sind bekannt. Testfahrten wurden allerdings bereits beobachtet.

Langsamfahrstrecken gibt es übrigens auch auf der Brünner Straße, berichtet Bezirksrat Erwin Toth (Grüne): Höhe Trillergasse Richtung  Spitz und Höhe Bahnsteggasse in beiden Richtungen. -Hannes Neumayer