Samstag, 7. März, 2026
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Streit um Anrainerparken in Jedlesee

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Symbolbild Anrainerparken. Bild: BV21.
Symbolbild Anrainerparken. Bild: BV21.

Auf Antrag der SPÖ wird für Jedlesee Anrainerparken geprüft. Dass die FPÖ dagegen ist, ärgert die SPÖ. Die Freiheitlichen kontern: „Zuerst die Bürger schikanieren, in dem man das wienweite Parkpickerl einführt, dann sofort dazu übergehen, Parkplätze zu vernichten, um sich zu guter Letzt dafür feiern zu lassen, dringend benötigte Anrainerparkplätze zu schaffen, ist ein Kunststück, das wieder einmal nur der SPÖ gelingt.“

Wie berichtet wird in den nächsten Wochen von der MA46 geprüft, ob Anrainerparken in Jedlesee möglich ist. Hintergrund sind Rückmeldungen aus mehreren Wohngebieten – unter anderem westlich der Prager Straße in Jedlesee –, wo der Parkdruck trotz des seit 2022 geltenden flächendeckenden Parkpickerls weiterhin hoch ist. Vorgesehen ist daher, die zuständige Verkehrsbehörde MA 46 mit einer Auslastungserhebung zu beauftragen. Wird dabei eine Belegung von mindestens 90 Prozent festgestellt, könnten in einem nächsten Schritt bis zu 30 Prozent der Stellplätze als Anrainer*innenparkplätze ausgewiesen werden – gültig rund um die Uhr. Nach einer Einführungsphase – wenn möglich noch vor dem Sommer 2025 – ist eine Evaluierung nach einem Jahr vorgesehen.

SPÖ will Anrainerparken - Georg Papai und Josef Fischer. Bild: BV21.
SPÖ will Anrainerparken – Georg Papai und Josef Fischer. Bild: BV21.

Bezirksvorsteher Georg Papai betont, dass es ihm dabei um eine gute Lösung für die Menschen im Bezirk geht: „Mir als Bezirksvorsteher ist ein breiter Konsens und ein guter Dialog wichtig. Umso enttäuschter bin ich, dass die FPÖ dem Antrag und der Zuweisung in die Verkehrskommission zur weiteren Beratung nicht zugestimmt hat, somit kein Anrainer*innenparken für die Bezirksbevölkerung möchte und nicht einmal darüber sprechen will.“

Auf Unverständnis stößt die Kritik des Floridsdorfer SPÖ-Bezirksvorstehers an der Floridsdorfer FPÖ bei FPÖ-Bezirksparteiobmann und Gemeinderat Wolfgang Irschik: „Zuerst die Bürger schikanieren, in dem man das wienweite Parkpickerl einführt, dann sofort dazu übergehen, Parkplätze zu vernichten, um sich zu guter Letzt dafür feiern zu lassen, dringend benötigte Anrainerparkplätze zu schaffen, ist ein Kunststück, das wieder einmal nur der SPÖ gelingt. Wir Freiheitliche sind die einzigen, die sich immer für den Individualverkehr eingesetzt haben und gegen die mutwillige Parkplatzvernichtung von SPÖ und Neos aufgetreten sind. Unsere Linie ist klar: Es braucht endlich ein ganzheitliches Verkehrskonzept – nicht nur für Floridsdorf, das auch die Bedürfnisse der Autofahrer berücksichtigt und nicht nur scheinheilige kosmetische Verbesserungen, mit denen langfristig Probleme nur verschoben werden, anstatt sie zu lösen.“

Wolfgang Irschik. Bild: FPÖ.
Wolfgang Irschik. Bild: FPÖ.

Der Vorsitzende der Bezirksverkehrskommission, SPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Fischer, unterstreicht die Notwendigkeit, die Anliegen der Bevölkerung ernst zu nehmen. Viele Floridsdorfer seien auf ihr Auto angewiesen und würden die tägliche Parkplatzsuche als große Belastung empfinden. Eine sachliche Prüfung könne hier Entlastung bringen.