
Radwege sind in Floridsdorf dank Steinitzsteg und Brünner Straße derzeit das Gesprächsthema. Mobiliätsstadträtin Ulli Sima bezieht im Interview Stellung.
Warum braucht es auf der Brünner Straße einen Radweg?
Ulli Sima: „Jeder, der – so wie ich gerade – vom Spitz zum Schlingermarkt geradelt ist, weiß, dass Viele auf den Radweg sehnsüchtig gewartet haben. Zwischen parkenden Autos und Lkws ist das für Radler einfach keine angenehme Situation. Der Verkehr hier ist heftig und ein Radweg notwendig.
Nachdem wir die Floridsdorfer Hauptstraße schon erschlossen haben, kommt jetzt die Brünner Straße – das Herzstück der Radwegoffensive im 21. Bezirk. Das ist ein Lückenschluss im System: Wir schaffen damit eine zweieinhalb Kilometer lange durchgängige Route, von der Floridsdorfer Brücke über das Floridsdorfer Bezirkszentrum hinaus bis zur Shuttleworthstraße. Das ist für den Bezirk schon ein großer Schritt.
Und der Schlingermarkt ist dann mit dem Fahrrad noch besser erreichbar. Bauzeit ist ein Jahr bis Mai 2027 und ich freue mich schon auf die Eröffnung des Radwegs auf der Brünner Straße.“
Autofans sind empört: Parkplätze gehen verloren …
Sima: „Es gibt unterschiedliche Bedürfnisse, gerade im beengten öffentlichen Raum. Aber wir schaffen hier 300 m2 neue Grünflächen,
pflanzen 23 neue, schattenspendende Bäume. Das bringt auch Bewohnern etwas, die nicht unbedingt mit dem Rad fahren, sich aber über Begrünung und Kühlung freuen. Ich denke, jeder sitzt an diesen heißen Sommertagen lieber im Schatten.“
Floridsdorf war lange das Wiener Waisenkind in Sachen Radwege, jetzt hat sich einiges getan …
Sima: „Radwege in der Floridsdorfer Hauptstraße und Prager Straße, in der Leopoldauer und der Angerer Straße, in der Scheydgasse und der Autokaderstraße ein Zwei-Richtungs-Radweg, das grenzübergreifende Projekt Thayagasse und Pinkagasse und zuletzt das kurze Stück der Leopold-Ferstl-Gasse. Ja, wir haben gemeinsam mit dem Bezirk schon einiges zusammengebracht.“
Radfahrer sind nicht begeistert über die Sperre des Steinitzstegs ab 2028 …
„Baustellen sind leider nie angenehm, aber oft notwendig – vor allem, wenn es um die Sicherheit geht. Die Asfinag hat einen Rechtsanspruch, den Steinitzsteg für die notwendigen Sanierungsarbeiten der Nordbrücke zu nutzen. Wir stellen eine hochwertige Alternativroute mit zwei neuen baulich getrennten Radwegen in der Floridsdorfer Hauptstraße und der Adalbert-Stifter-Straße über die Floridsdorfer Brücke zur Verfügung. Die Ersatzradverbindung wird Sicherheit und Komfort bieten und das Radwegenetz Wiens dauerhaft erweitern und verbessern.“












