Im Februar 2017 wurde von Bezirksvorsteher Georg Papai und dem damaligen Wohnbau-Stadtrat Michael Ludwig die Idee einer Gastromeile am Beginn der Prager Straße präsentiert. Bei der Umgestaltung des Abschnitts gegenüber des Gloria Theaters 2025 wurde darauf Rücksicht genommen. Von den angedachten Schanigärten ist bislang wenig zu sehen. Warum eigentlich?
„Die Prager Straße mit ihren vielfältigen Gastronomieangeboten und dem Gloria Theater könnte zu einer Kultur- und Genussstraße werden“, hieß es 2017. Mittlerweile hat das Gloria Theater wieder geöffnet und sorgt für Kultur. Gegenüber gibt es mit Nachbarn, Eis Maestro, Akropolis, dem China-Restaurant Tien Du und Master am Eck zur Hermann-Bahr-Straße mehrere Lokale – aber bis vor wenigen Tagen keinen einzigen Schanigarten. Das liegt teils an den Lokalbetreibern, aber auch an nicht immer einfachen Behörden(wegen).
Bei der Umgestaltung wurde den Betreibern angeboten kostengünstig Hülsen für den Sonnenschutz in den von allen angedachten Schanigärten einzubauen. Keiner hat es gemacht. Vor dem griechischen Restaurant Akropolis gab es 2025 einen Schanigarten, der gleiche wurde heuer nach einer Anrainerbeschwerde abgelehnt. Martina Haslinger-Spitzer, Bezirksrätin und Vorsitzende der Bezirksentwicklungskommission ist nach einem Behördentermin zuversichtlich, dass mit minimalen Adaptionen nun endlich alles okay ist.
Schwieriger ist der Fall ,Eis Maestro‘. Der schon letzte Saison geplante Schanigarten wurde speziell von der für das Ortsbild zuständigen MA19 abgelehnt. Begründung der Beamtin laut mehreren Ohrenzeugen: „Mir gefällt das nicht!“ Obwohl ein beinahe baugleicher Schanigarten zweimal andernorts in Wien zu sehen ist.
Haslinger-Spitzer hat nun letzte Woche einen Termin mit allen Behörden (MA19, MA28, MA46) und Vize-Bezirksvorsteher Josef Fischer vermittelt. Für 2027 soll es eine Lösung geben. Hoffentlich ebenso beim Restaurant ,Nachbarn‘, die vor dem Umbau einen Schanigarten auf der Straße hatten. Und das China-Restaurant Tien Du hat bereits einen Schanigarten eingereicht.
Martina Haslinger-Spitzer ist zuversichtlich, „dass 2027 alle Lokale Schanigärten haben. Das ist jedenfalls unser Ziel. Die Behörden haben nun alles erklärt, alle Probleme sollten nun lösbar sein.“ -Hannes Neumayer













