Wein-Pionier ist rüstige 90!

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Leopold Klager sen. Bild: Bieber.
Leopold Klager sen. Bild: Bieber.
Stein

Im Stammersdorfer „Winzerhof Leopold“ von Ing. Leopold Klager wurde ein Qualitäts-Pionier groß gefeiert: Der erstaunlich rüstige Leopold Klager senior wurde 90 Jahre alt.

Dieser Winzer hat in der Weinszene schon mit 18 Jahren aufhorchen lassen. Damals, im Jahr 1950, kelterte er seinen ersten Gemischten Satz (GemS). Und prompt wurde dieser Weißwein 1951 von allen amtlichen Juroren mit der Höchstnote bedacht. Dieser Erfolg war eine zweifache Premiere: Es war der erste GemS, der so eine Auszeichnung erhielt, und es war der erste heimische Höchstnoten-Wein, der aus einer Hochkultur-Anlage stammte.

Leopold Klager, Jahrgang 1932, war nämlich auch einer der Ersten in Stammersdorf, der seine Weingärten von Mittel- und Schmalkultur auf die heute übliche Form der Hochkultur umgestellt hat, obwohl damals viele Kollegen Bedenken gegen diese Neuerung hegten.

Klager war ein Freund des Önologen und Weinbau-Pioniers Lenz Moser (1905 – 1978), der diese Rebenkultur propagiert hatte. Ab 1958 hat Weinbau- und Landwirtschaftsmeister Klager den Betrieb in der Stammersdorfer Straße 18 geführt.

Heute wird dieses Lokal ebenso wie das Weingut von Ing. Leopold Klager junior und seiner Frau Renate geleitet. Leopold junior hat die HBLA Klosterneuburg absolviert. Auch der Sohn des Juniors, Ing. Markus Schlager, ist schon fest im elterlichen Weingut eingebunden. Sein erster grandioser Veltliner trägt – auch zur Freude des Großvaters – das Markenzeichen „M1“. -Ernst Bieber