Für die Floridsdorfer Winzer ist 2026 kein einfaches Jahr. Erstmals wurde am Bisamberg die Rebzikade nachgewiesen. Und Hitze und mangelnder Niederschlag wirken sich natürlich auf die Reben und den aktuellen Jahrgang aus.
Die Rebzikade kann die gefährliche unheilbare Pflanzenkrankheit Virose, eine goldgelbe Vergilbung, übertragen. Befallene Stöcke müssen sofort entfernt, im schlimmeren Fall ganze Weingärten gerodet werden, „sonst wird es zur Epidemie“, so der Jedlersdorfer Winzer Rainer Christ. Bislang wurde am Bisamberg zwar die Rebzikade, aber zum Glück nicht die Krankheit nachgewiesen. Die Hoffnung der Winzer ist, dass es rasch eine pestizidfreie und ökologische Lösung gibt.
Keine Lösung gab es 2026 für die Hitze und die Trockenheit. „Das Niederschlagsvolumen ist in diesem Jahr um zwei Drittel geringer als 2025“, berichtet Christ. Der Boden ist extrem mager und ausgetrocknet, fällt einmal doch Niederschlag, verdunstet das Wasser wieder schneller.
Die Konsequenz ist, „dass das Beerenvolumen extrem klein ist, wir haben teilweise erbsengroße Beeren“. Die meisten Winzer haben mittlerweile – die eine oder andere Woche früher als im langjährigen Schnitt – mit der Weinlese begonnen. Und auch die wird beim Weingut Christ aufwendiger: Aufgrund der unterschiedlichen Beerengröße muss selektiv und somit in mehreren Durchgängen geerntet werden.
Wie der Wein am Ende wird, kann Christ noch nicht sagen: „Hitze, wenig Niederschlag und kleineres Beerenvolumen bedeuten nicht
automatisch, dass die Qualität schlechter ist. Es wird Licht und Schatten geben.“













