Weiter Streit um Schulwegsicherheit

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Bezirksräte Alexander Polansky und Erwin Toth. Bild: Würth.
Bezirksräte Alexander Polansky und Erwin Toth. Bild: Würth.

Die Floridsdorfer Grünen sind verärgert: Denn in der Bezirksvertretung wurden die Vorschläge zur Schulwegsicherheit abgelehnt! Nach Beratungen in der Verkehrskommission haben die anderen Parteien kurz gesagt abgelehnt, weil alle Vorschläge der Behörden zur Schulwegsicherheit – die auf Initiative der damaligen Grünen Stadträtin evaluiert wurden – ohnehin umgesetzt werden. Außerdem werden Schulen regelmäßig von der MA46 überprüft und laufend – auch bauliche Verbesserung – umgesetzt.

„Im Herbst 2023 setzten die Floridsdorfer Grünen den Themen-Schwerpunkt „Sichere Schulwege“. Die Resonanz war enorm, die Sorge um den Schulweg der Kinder mitunter groß. Die zahlreichen Anregungen von Eltern wurden von den Floridsdorfer Grünen aufgegriffen und im November als Anträge in der Bezirksvertretung eingebracht“, so der Bezirksrat der Floridsdorfer Grünen, Erwin Toth.

Vorallember die Diskussion zu den einzelnen Anliegen ist Bezirksrat Erwin Toth entsetzt: „Der Reihe nach wurde uns seitens der SPÖ erklärt, was alles nicht geht. Von dieser ablehnenden Reaktion durch den Bezirksvorsteher berichteten bereits Eltern bei unserem Gesprächsforum im Oktober. Wir Grüne wollen aber nicht darüber diskutieren, was alles nicht geht. Wir wollen Lösungen finden!“

azu wird es allerdings nicht kommen. In der Sitzung der Bezirksvertretung Floridsdorf am 13.12.2023 wurden alle Anträge zur Schulwegsicherheit abgestimmt und mehrheitlich abgelehnt. Das bedeutet, dass die zuständige Magistratsabteilung keine Verbesserung bei den von den Eltern genannten Problemstellen ausarbeiten wird. Alexander Polansky, Bezirksrat der Floridsdorfer Grünen, hat dafür kein Verständnis: „Wenn Eltern auf Problemstellen vor Schulen und am Schulweg hinweisen, ist das immer ein Alarmzeichen. Wenn es gefährliche Stellen am Schulweg gibt, dann gilt es, diese zu entschärfen. Ohne wenn und aber!“

Bezirksvorsteher Georg Papai kann die Kritik nicht nachvollziehen und erklärte schon im Oktober: „Wir haben Schulsicherheitsmaßnahmen sogar heuer in den 21. Projekten präsentiert und umgesetzt. Jede Empfehlug der MA46 wurde verwirklicht. Zum Schulstart bekommen alle Erstklassler eine Schulwegkarte und ein Reflektorband.“ Und zwei SPÖ-Bezirksrätinnen hätten in Stammersdorf das Projekt ,Pedibus‘ umgesetzt und bringen Kinder täglich zu Fuß in die Schule: „Das können die Grünen gerne auch machen.“ Nachsatz: „Aber natürlich braucht es etwa am Carminweg weitere Maßnahmen: Manche Eltern wollen ihre Kinder ja bis in die Garderobe chauffieren.“