Alarm geschlagen hat vor wenigen Tagen die KPÖ: Das neue Bildungszentrum Bafep21 (Bildungsanstalt für Elementarpädagogik) sollte nach Margarete Schütte-Lihotzky benannt werden. Doch, so die KPÖ, „die Kürzungskoalition streicht sogar Frauen weg“. Das sei alles nur ein Missverständnis der ausführenden Baufirma, so die Erklärung der zuständigen Behörde der Stadt Wien.
Mit „einiger Verwunderung haben sich einige Weggefährten von Alt-Bürgermeister Michael Häupl an die KPÖ gewandt. Denn: In der Schloßhofer Straße / Ecke Freytaggasse wurde eine moderne Schule für Elementarpädagogik neu errichtet. Diese erhielt einen sichtbaren Gebäudeschriftzug, den Namen einer Pionierin der Frauenbewegung. Einige Wochen später wurde der Schriftzug wieder entfernt. Häupls Weggefährten fragen sich: Was ist denn da in Floridsdorf los?“, schreibt die KPÖ in einer Presseaussendung. Das hätte sogar ein SPÖ-Bezirksrat bestätigt.
Letzteres stimmt sogar, war aber ein Irrtum des Bezirksrates. Im Zuge der Planung wurde vom Architekturbüro die Bezeichnung „Margarete Schütte-Lihotzky – Schule“ in den Unterlagen zur Veranschaulichung einer etwaigen Beschriftung vermerkt und in weiterer Folge von der ausführenden Baufirma am Gebäude angebracht. Diese Bezeichnung stellt keine formelle Namensgebung der bafep21 dar, so die Erklärung.
Das bestätigt auch die zuständige Pressestelle der ,Stadt Wien – Kindergärten‘: „Die Bezeichnung bafep21 hat sich über die Jahre als Markenname innerhalb der Ausbildungslandschaft für Elementarpädagogik etabliert und verfügt insbesondere in Wien und darüber hinaus in ganz Österreich über einen hohen Wiedererkennungswert. Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, den etablierten Namen bafep21 auch am neuen Standort beizubehalten. Damit soll die Wiedererkennbarkeit innerhalb der Ausbildungslandschaft gewahrt und an die bereits aufgebaute Bekanntheit der Marke angeknüpft werden.“ Im Zuge des Neubauprojekts wurde die Bezeichnung um den Zusatz „Stadt Wien – Haus der elementaren Bildung“ ergänzt. Damit wird auch im Namen der Anspruch des neuen Standorts sichtbar, ein moderner und umfassender Bildungsort für Elementarpädagogik zu sein.
Die Würdigung Margarete Schütte-Lihotzkys und ihres Wirkens ist ein bewusster Bestandteil des Bildungsauftrags der bafep21. Im Vorjahr wurde im Rahmen eines Unterrichtsprojektes eine Posterreihe zu Pionier*innen der Elementarpädagogik erstellt und umgesetzt, in der auch Schütte-Lihotzky und ihre architektonischen Leistungen dokumentiert werden. Damit wird ihre Pionierinnenarbeit für die Stadt Wien – Kindergärten und jene weiterer Wegbereiterinnen unmittelbar in die Ausbildung einbezogen und für die neue Generation an Elementarpädagog*innen dauerhaft sichtbar gemacht, heißt es weiter.

















