Wie wird der Floridsdorfer Wein?

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Kleines Bild:  Bernreiter jr. bei der Arbeit im  Weingarten. Bild: Daniel Ordel, D.O. Photography.
Kleines Bild:  Bernreiter jr. bei der Arbeit im  Weingarten. Bild: Daniel Ordel, D.O. Photography.

Rundruf der Floridsdorfer Zeitung bei unseren Winzern: Wie wird der Jahrgang 2025? Antwort: Ausgezeichnet!

„Sehr gut“, freut sich Peter Bernreiter vom gleichnamigen Heurigen in Jedlersdorf. Mit seinem ,2024 Wiener Gemischter Satz DAC Ried Gabrissen‘ wurde er heuer Salon-Sieger. „Beim Jahrgang 2025 wird die  Stilistik wie vor 15 oder 20 Jahren: Ein bisserl fruchtiger, mit mehr Säure und nicht so viel Alkohol. Die Aromen sind fruchtig-frisch.“ Mengenmäßig ist man bei Bernreiter nach zwei schwachen Jahren heuer auch spitzenmäßig unterwegs: „Einer der drei besten Jahrgänge in dem Jahrhundert.“

Über „tolle Aromatik in den Trauben“, freut sich Poldi Klager (unten). Der Stammersdorfer Winzer sieht zwar keinen „Jahrhundertwein“, wie manche Medien geschrieben haben, aber „einen geschmackvollen, leicht-fruchtigen Wein mit wunderbarem Trinkfluss und Eleganz im Abgang“.

Leopold Klager. Bild: DFZ.
Leopold Klager. Bild: DFZ.

„2025 ist ein sehr spannendes Jahr, das im Vergleich zu den letzten heißen Jahren völlig aus der Reihe tanzt“, beschreibt Rainer Christ. Für den Jedlersdorfer Winzer ist das allerdings kein Problem: „Es ist ein Freiluftsport, man muss es nehmen wie es kommt. Herausfordernde Jahrgänge sind auch die spannenden, wenn du ein Winzer mit Passion bist!“ Der Wein werde „frischer, leichtfüssiger, aber aromaintensiv“. Und deutlich selektiver. Christ (oben): „Wenn man in einzelnen Lagen auch hinsichtlich Gesundheitszustand der Stöcke und Trauben penibel gearbeitet hat, dann bekommt man großartige Qualität. Aber beim 2025er Jahrgang wird von einfachen Weinen und Qualitäten bis großartigen alles dabei sein.“

Rainer Christ. Bild: Heriger und Weingut Christ.
Rainer Christ. Bild: Heriger und Weingut Christ.

Beim Strebersdorfer Weingut Schilling werden die Flächen seit einigen Jahren von Tony Allen (im Bild unten mit Camilla Schilling) bewirtschaftet. Für Senior-Chef Herbert Schilling war „2025 vom Wetter begünstigt. Niederschlag und Sonne jeweils zur richtigen Zeit. Ich mache das seit 53 Jahren: Das ist einer der unkomplizierteren Jahrgänge: Wer heuer keinen Wein zusammenbringt, sollte aufgeben.“ Der Wein hat einen ansprechenden Säuregehalt und wird „nicht zu leicht, nicht zu stark, sortentypisch und animierend zu trinken sein …“. H.N.

Tony Allen mit Camilla Schilling. Bild: zVg.
Tony Allen mit Camilla Schilling. Bild: zVg.