Zaun weg: Schneller von und zur Schnellbahn in Leopoldau

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In nur 15 Minuten zu Fuß von der S-Bahn-Station Siemensstraße bis zur Leopoldauer Straße . Ilse Fitzbauer, Gemeinderätin. Foto: Privat.
In nur 15 Minuten zu Fuß von der S-Bahn-Station Siemensstraße bis zur Leopoldauer Straße . Ilse Fitzbauer, Gemeinderätin. Foto: Privat.

Der langgehegte Wunsch vieler Anrainer nach einer direkten fußläufigen Verbindung zwischen S-Bahn-Station Siemensstraße und Leopoldauer Straße wurde nun ein wenig unbeachtet Realität. Die Öffnung und Neuorganisation der Leopoldine-Paudarek-Straße und Franz-Sebek-Straße machte es möglich. An jener Stelle, an der die beiden Straßenzüge auf den Alter Wiener Weg treffen, entstand ein Vorplatz mit Stadtmöblierung und ein neu gestalteter Zugang zu dem zuvor durch einen Zaun abgetrennten Siedlungsgebiet in Richtung Leopoldauer Straße. Dieser Zaun verunmöglichte es auch, aus dem Siedlungsgebiet kommend, die Haltestellen der Buslinien und S-Bahn-Station rund um die Siemensstraße zu erreichen. Mit der Öffnung und Umgestaltung ist damit nun Schluss.

Ohne Gehen geht eigentlich gar nichts

Stein

„Gehen ist eines der ersten Dinge, die wir als Mensch lernen und eines der letzten, das wir aufgeben wollen. Grundsätzlich ist jeder Mensch Fußgänger oder Fußgängerin, denn Gehen ist unter anderem auch das Bindeglied zwischen allen anderen Verkehrsmitteln. Es gibt allerdings bestimmte Bevölkerungsgruppen, die in der Gruppe der Zu-Fuß-Gehenden stärker vertreten sind: Kinder, Jugendliche, Frauen und alte Menschen, für die mobil sein und bleiben ein – wenn nicht sogar das wichtigste Anliegen – ist. Für sie gilt es verstärkt die Rahmenbedingungen zu verbessern.“, zeigte sich Geimenderätin Ilse Fitzbauer über die Möglichkeit einer zusätzlichen fußläufigen Verbindung zweier wichtiger Hauptverkehrswege in Floridsdorf erfreut. „Wobei sich in Floridsdorf schon einiges getan hat. So konnte zum Beispiel vor ein paar Monaten erstmals auch der neue Fuß- und Radweg in der Kantnergasse genutzt werden und zwar genau dort, wo Plakatwände über Jahrzehnte ein Weiterkommen verhinderten.“

Ein dichtes Fußwegenetz macht Lust auf Bewegung

Zu den Rahmenbedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger zählen nicht nur die Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit, sondern auch im Sinne einer ‚Stadt der kurzen Wege‘ die Zugänglichkeit und Durchwegung von Siedlungsgebieten. Vor allem in den großflächigen Bezirken ist ein engmaschiges Wegenetz ein, wenn nicht sogar das zentrale Thema. Viele Umwege, die Fußgängerinnen und Fußgänger zurücklegen müssen, sind historisch gewachsen und stehen dem natürlichen Bedürfnis den kürzesten Weg zu wählen entgegen. So mancher Weg führt auch oft über Jahrzehnte ins Nichts, wie man an den Beispielen Alter Wiener Weg und Kantnergasse sehen kann. Hier gilt es aufmerksam zu reagieren und sorgsam zu agieren. Fitzbauer: „Ziel muss sein durch ein dichtes Fußwegenetz die Lust auf Bewegung zu verstärken, denn Zu-Fuß-Gehen ist nicht nur klimaschonend, kostengünstig und platzsparend, sondern hat vor allem auch positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit.“