Abgebrannter Spar in Jedlesee: Bankomat war Ziel

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Spar in der Jedleseer Straße brennt. Fotos: Stadt Wien | Feuerwehr.
Spar in der Jedleseer Straße brennt. Fotos: Stadt Wien | Feuerwehr.

Brand im Spar in der Jedleseer Straße: Nach neuesten Erkenntnissen steht nun fest, dass es offenbar doch ein Einbruchsversuch war. Der Bankomat im Spar-Foyer war das Ziel. Anschließend wurde das Auto in Brand gesetzt und der ganze Markt abgefackelt. Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Euro.

Laut den Ermittlungen dürften die Tatverdächtigen mit einem Auto vorsätzlich in das Geschäft gefahren sein, um einen Bankomaten im Foyer umzustoßen und aufzubrechen. Das Vorhaben scheiterte, berichtet die APA heute. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, bestätigte dass es den Tatverdächtigen darum ging, an die Banknoten zu kommen, die sie im Geldausgabeautomaten vermuteten. „Aufgrund der Angaben, die uns vorliegen, laufen nun die Ermittlungen in Richtung versuchter Einbruchsdiebstahl und Brandstiftung“, sagte Bussek. Zwei Verdächtige sind in U-Haft. Es gibt einen dritten Tatbweteiligten. Ob und inwieweit er in die Tat verstrickt ist, ist Gegenstand der Erhebungen. Ursprünglich war letzte Woche von vier Verdächtigen die Rede, das scheint nun anders zu sein.

Stein

Bereits am 27. September wurde der Pkw als gestohlen gemeldet, mit dem der Bankomat „geknackt“ werden sollte. Das Vorhaben misslang. Die mutmaßlichen Täter hatten offenbar schon vorher Benzin in einen Kanister abgefüllt und steckten nun den Wagen in Brand. Vorher montierten sie noch die Kennzeichen ab. Sie werden auch von Bildern aus einer Überwachungskamera belastet. Die Flammen griffen auf den Supermarkt über, der ein Totalschaden ist.

Hier die Infos der letzten Woche

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Brand (22.10.) im Spar in der Jedleseer Straße: Am Dienstag wurde ein zweiter Verdächtiger gefasst! Jetzt bestätigt das Landesgericht, dass über einen der beiden tatverdächtigen die U-Haft verhängt wurde. Er hat außerdem die Brandstiftung gestanden. Seiner Version nach soll das Feuer dem als gestohlen gemeldeten Fahrzeug und nicht dem Geschäft gegolten haben. Bei einer Hausdurchsuchung in Deutsch Wagram wurden bei ihm Suchtmittel und verbotene Waffen sichergestellt.

Laut aktuellen Erkenntnissen waren im Unfallwagen vier Personen, alle blieben unverletzt. Die Hintergründe der Tat sind weiter offen: Auch die Variante das es tatsächlich ein Unfall und kein geplanter Überfall war, ist möglich. Dann hätten die Tatverdächtigen nur das Auto in Brand stecken wollen, um Spuren zu verwischen. Dabei hätte es dann den neuen Supermarkt erwischt. Offen ist laut APA, ob die Polizei den weiteren Fahrzeuginsassen auf der Spur ist.

Wie berichtet bracht der Brand im Spar in der Jedleseer Straße laut Feuerwehr gegen 4.15 Uhr in der Nacht auf Sonntag aus. Ein Pkw war in den Eingangsbereich des Supermarktes gekracht und hat das Feuer ausgelöst. Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen und Wasserwerfern vor Ort. Laut Feuerwehr gibt es keine Verletzten, es wurde auch beim Fahrzeug niemand gefunden. Fahrer bzw. Insassen dürften geflüchtet sein. Laut inoffiziellen Berichten könnte es sich um einen versuchten Einbruch handeln. Eine Augenzeugin berichtet, dass der Brand gelegt wurde. Der Spar war erst vor 19 Monaten komplett saniert und neu wiedereröffnet worden.

Die Insassen verließen das Fahrzeug und ergriffen die Flucht. Weder im PKW noch im Geschäftslokal wurden Personen angetroffen. Informationen über Verletzte liegen derzeit nicht vor. Es kam zu einem Vollbrand des Pkw und auch des Supermarktes. Die Ermittler des Landeskriminalamtes Wien konnten am Montag in Deutsch-Wagram einen 21-jährigen österreichischen Staatsbürger wegen des Verdachts der Brandstiftung festnehmen. Laut derzeitigem Ermittlungsstand wurde das Fahrzeug nach der Kollision in Brand gesteckt. Den Polizisten ist es gelungen aus den Überresten des Fahrzeuges den Zulassungsbesitzer und in weiterer Folge den Tatverdächtigen auszuforschen. Das Fahrzeug ist als gestohlen gemeldet. Die Einvernahme des 21-Jährigen ist noch ausständig. Das Motiv ist weiterhin unklar. Nach den drei weiteren Insassen wird aktuell noch gefahndet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Am Dienstag gelang es nach weiteren Ermittlungen auch einen zweiten Verdächtigen auszuforschen, so der Kurier. Der Mann, ebenfalls 21 Jahre alt, äußerte sich bisher nicht zu dem Brand. Man geht davon aus, dass auch der 21-Jährige unmittelbar an der Tat beteiligt war und somit als dringend tatverdächtig gilt. Ob die Staatsanwaltschaft die U-Haft beantragen wird, steht noch nicht fest.