B232: Heuer soll Studie vorliegen

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B232 - mögliche Route. Bild: Google Maps.
B232 - mögliche Route. Bild: Google Maps.
Stein

Lobautunnel und Stadtstraße sorgen wienweit für erhitzte Gemüter. Aber auch in Floridsdorf gibt es ein umstrittenes Straßenprojekt: Die B232.

Die B232 ist auch als Donaufeld Straße bekannt und soll die Angyalföldstraße (über Hans-Czermak-Gasse, ein Feld, die Josef-Brazdovics-Straße und Richard-Neutra-Gasse) mit Neu Leopoldau und Gerasdorfer Straße verbinden. Historisch gesehen ist es das ‘Überbleibsel’ der gedachten Verbindung von der Brigittenauer Brücke als Nordautobahn (A5) bis zur Brünner Straße und zum heutigen Beginn der A5 vor Wolkersdorf.

Im Rahmen des Wohnbaus an den Schichtgründen wurde das kurze Stück der Hans-Czermak-Gasse bereits gebaut – auch andere Straßenzüge existieren bereits. Insgesamt wäre die B232 etwa 3,8 km lang, rund ein Drittel müsste über landwirtschaftlich genutzte Flächen neu gebaut werden. Eine Verlängerung über den schmalen Grenzweg entlang des Stammersdorfer Zentralfriedhofs bis zur Stammersdorfer Straße oder gar bis zur Stadtgrenze fordert kaum jemand.

Abgelehnt wird das Projekt von einer Bürgerinitiative und den Grünen. In unterschiedlicher Dimension können sich SPÖ, ÖVP und FPÖ den Bau vorstellen. Am Ende bleibt die Frage: Sorgen neue Straßen für einen flüssigeren oder einfach nur noch mehr Verkehr. Verkraften das die weiterführenden Straßen (Gerasdorfer, Donaufelder und Angyalföldstraße). Gegner der B232 befürchten „eine massive Zunahme des PKW- und vor allem des Schwerverkehrs besonders aus Niederösterreich und eine nachhaltige Grünraumzerstörung“.

Mit Schichtgründen, Siemensäckern, Neu Leopoldau und den unzähligen Projekten entlang der Gerasdorfer Straße liegen in der Nähe der Trasse gleich mehrere Stadtentwicklungsgebiete. Der Autoverkehr hat massiv zugenommen. Nicht zuletzt, weil das Anbot der Wiener-Linien für die Neo-Floridsdorfer zu wünschen übrig lässt: Der 28A etwa fährt weder am Abend noch am Wochenende. Was bei Anrainern für
massiven Ärger sorgt.

Wie realistisch ist die Umsetzung? Das Ergebnis einer von Bezirksvorsteher Georg Papai beauftragten Studie soll noch 2022 vorliegen. Die Analyse der MA18 soll klären, ob die B232 für eine Entlastung sorgen könnte und der Bau welcher Abschnitte sinnvoll wäre. Danach soll eine Diskussion im Bezirk stattfinden. Beschließen müsste den Bau der B232 der Gemeinderat. -Hannes Neumayer