„Baugrundstück in perfekter Grünruhelage“

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Strebersdorf. Dieses Grundstück wird angeboten. Bild: Google Maps.
Strebersdorf. Dieses Grundstück wird angeboten. Bild: Google Maps.
Stein

Strebersdorf: Neuerlich Aufregung um ein potentielles Bauprojekt im Heurigenort. Soll Ackerfläche in Bauland umgewidmet werden?

Für Aufregung in Strebersdorf sorgt ein Immobilien-Inserat auf einer großen Plattform. Da wird ein „Baugrundstück in perfekter Grünruhelage“ angepriesen. Eine entsprechende Widmung hat aber nur ein kleiner Teil der jetzigen Ackerfläche.

Das Grundstück liegt direkt neben dem Heurigen Schilling in der Fillenbaumgasse und führt sanft an den Bisamberg, am Ende liegt ‘Am
Bisamberg’ das Rückhaltebecken. Insgesamt 6.306m² Fläche, sind etwa 1.123m² Baugrund mit der derzeitigen Widmung WI 6,5m ogk BB4, der Rest zur landwirtschaftlichen Nutzung. „Allerdings wird extra im Inserat vermerkt, dass im Falle einer Umwidmung innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Nachzahlung zu leisten ist. Da sollten die Alarmglocken schrillen“, meint ÖVP-Gemeinderat Erol Holawatsch (im Bild links).

Seiner Ansicht nach ist im idyllischen Strebersdorf in den letzten Jahren bereits mehr als genug gebaut worden: „Wir müssen jeder weiteren Bedrohung von Grünraum schon gleich am Beginn einen Riegel vorschieben. Strebersdorf, Stammersdorf, Leopoldau sollen nicht noch mehr zum Paradies für Immobilienspekulanten werden.“ Holawatsch will jetzt vom Bezirksvorsteher Auskunft verlangen, ob in diesem Gebiet
eine Umwidmung geplant ist.

Erol Holawatsch (ÖVP). Bild: Monihart.
Erol Holawatsch (ÖVP). Bild: Monihart.

Denn würde hier groß gebaut, hätten auch die Anrainer in der kleinen Sackgasse Friederike-Klauner-Gasse wenig Freude: „Im oberen – nördlichen – Bereich des Grundstückes führt eine von Westen kommende Sackgasse bis an die Grundstücksgrenze, sodass dieses auch von dort aus befahren werden könnte“, schwärmt man im Immobilieninserat. -H.Neumayer