Nordrandsiedlung: Neues Primärversorgungszentrum mit mehr Service

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Symbolfoto Arztbesuch: Pixabay.
Symbolfoto Arztbesuch: Pixabay.
Stein

Die Schließung der Praxis des Allgemeinmediziners Dr. Kurt Kellner sorgt in der Nordrandsiedlung bei einigen Patienten für Ärger. Sie soll nicht (direkt) nachbesetzt werden, sondern in ein Primärversorgungszentrum in die Gerasdorfer Straße abwandern. Ob das besser oder schlechter ist – da scheiden sich die Ansichten.

In der Bezirksvertretung Floridsdorf gab es eine ‚Sonder-Präsidiale‘ zum Thema „Arztpraxis Nordrandsiedlung“ mit Vertretern der ÖGK. Die berichteten, dass es im Primärversorgungszentrum dann drei praktische Ärzte geben soll, also laut ÖGK sogar eine bessere Versorgung. Statt mindestens 20 Stunden wie bei einer Einzelpraxis wird 50 Stunden geöffnet sein. FPÖ-Bezirksrat Thomas Berl: „Die allgemein- medizinische Versorgung für die Nordrandsiedlung sollte damit gut gegeben sein.“

Das neue Primärversorgungszentrum ist die heutige Nordrandklinik und liegt am Kreisverkehr beim Grenzweg. Laut Gottfried Krause, Siedlerobmann in der Nordrandsiedlung sind längere Praxiszeiten und die nahe Apotheke vorteilhaft, doch: „Es gibt keine Parkplätze und nicht mal halten kann man, um jemand aussteigen zu lassen. In der Nordrandsiedlung wohnen aber vor allem viele ältere Menschen, für die ist das echt eine Katastrophe. Viele Anrainer sind verzweifelt.“

Dr. Otto Pichlhöfer bestätigt den Start des Primärversorgungszentrums Anfang 2023: Es wird Hausbesuche von Ärzten und diplomierten Krankenschwestern geben. Bezüglich Parkplätzen will er mit den Behörden Gespräche führen. -H.N.