Start frei für drei neue Großprojekte

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BILD: florasdorf.at. Modell von Florasdorf. Erhöhter Blickwinkel ungefähr von der Schnellbahnstation Jedlersdorf. Im Vordergrund: Florasdorf Nord (an der Lokomotivgasse), rechts der Koloniestraße der FAC-Platz. Danach die Kleingartensiedlung (dieser Teil bleibt) und im Hintergrund Florasdorf Süd.
BILD: florasdorf.at. Modell von Florasdorf. Erhöhter Blickwinkel ungefähr von der Schnellbahnstation Jedlersdorf. Im Vordergrund: Florasdorf Nord (an der Lokomotivgasse), rechts der Koloniestraße der FAC-Platz. Danach die Kleingartensiedlung (dieser Teil bleibt) und im Hintergrund Florasdorf Süd.
Stein

Fast 100 Bauprojekte in Floridsdorf haben wir für diese Ausgabe recherchiert. Einige der großen Stadterweiterungsgebiete gehen in unterschiedliche neue Phasen: Donaufeld, Ödenburgerstraße und „Florasdorf“. Hier die wichtigsten Bau-News aus Floridsdorf.
„Neues Leben auf alten Bahnflächen, mitten in Floridsdorf“, entsteht mit Florasdorf (siehe Bild unten). Los soll es in diesen Wochen mit Florasdorf Süd gehen: Das Areal an Pragerstraße / Katsushikastraße. Am ÖBB-Gelände bauen Neues Leben, Siedlungsunion und BWSG circa 350 Wohnungen. Nähere Infos: http://www.florasdorf.at/

Weniger bekannt ist noch Florasdorf Nord. Dieser Abschnitt entsteht im Knick der Koloniestraße bei der S-Bahn-Station. Dafür werden einige Kleingärten weichen müssen. Los soll es 2018 gehen, für die ÖBB-Kleingärtner wird 2017 wohl der letzte Sommer hier.

BILD: florasdorf.at. Modell von Florasdorf. Erhöhter Blickwinkel ungefähr von der Schnellbahnstation Jedlersdorf. Im Vordergrund: Florasdorf Nord (an der Lokomotivgasse), rechts der Koloniestraße der FAC-Platz. Danach die Kleingartensiedlung (dieser Teil bleibt) und im Hintergrund Florasdorf Süd.
BILD: florasdorf.at. Modell von Florasdorf. Erhöhter Blickwinkel ungefähr von der Schnellbahnstation Jedlersdorf.
Im Vordergrund: Florasdorf Nord (an der Lokomotivgasse), rechts der Koloniestraße der FAC-Platz. Danach die Kleingartensiedlung (dieser Teil bleibt) und im Hintergrund Florasdorf Süd.

Nicht weit entfernt entsteht das Stadtquartier Ödenburgerstraße. Das Gesamtprojekt wurde 2014 zwar präsentiert, ist aber ebenfalls eher unbekannt. Das gesamte Areal am Beginn der Ödenburgerstraße – also ROIGK-Gründe, Spindler, AGM, etc. ist Stadterweiterungsgebiet. Los geht es auf bereits verfügbaren Arealen, die Gewerbebetriebe sollen dann anschließend abgesiedelt werden. Den Baustart wird 2017 die GEWOG (siehe Bild rechts unten) auf den ROIGK-Gründen machen, sie plant auf drei Bauplätzen die Errichtung von geförderten und freifinanzierten Wohnungen (http://www.neueheimat-wohnen.at/).

 

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Auf Bauplatz 9 wird die MIGRA 66 Wohneinheiten mit 4.620 m2 Wohnnutzfläche errichten. Insgesamt soll das Gebiet weitgehend autofrei, mit Sammelgaragen an den Rändern, bleiben. Ein Schulbau ist jenseits der S-Bahn in der Winkeläckerstraße geplant. Ebenfalls von der Pragerstraße soll eine der Garagen erreichbar sein. Auch die „Gstetten“ rechts der Koloniestraße (vis a vis der ROIGK-Gründe) gehört zu diesem Gebiet.

Bild: Entwurf für die Ödenburgerstraße. GEWOG/Knötzl
Bild: Entwurf für die
Ödenburgerstraße. GEWOG/Knötzl

Noch etwas dauern wird es mit einem Bauprojekt am Gelände der Nationalbank in der Strebersdorfer Stowassergasse. Ein Sprecher bestätigt aber den geplanten Verkauf eines Teiles des Nationalbank-Areals im kommenden Jahr.

Auch der Startschuss für das größte Projekt in Floridsdorf ist gefallen: Die Verbauung des Donaufelds. 2017 startet der Bauträgerwettbewerb. Auf Donaufeld Ost I (den dem 22. Bezirk zugewandten Teil an der Dückegasse). sind circa 1000 Wohneinheiten geplant. Insgesamt wird das Projekt etwa 6500 Wohnungen für 15.000 Menschen haben. Details zum geplanten Grünkeil, wie ein detailliertes Verkehrskonzept stehen noch aus. Die Bebauung des benachbarten Donaustädter Teil des Donaufelds (Tokiostraße) muss nicht unbedingt als gelungenes Vorbild gelten…

Auch das Pilotprojekt zur umstrittenen temporären (5 bis 10 Jahre) Leichtbauweise (Siemensstraße/Heinrich-von-Buol-Gasse/Josef-Brazdovics-Straße) steht vor dem Start. Da dafür die Bauordnung geändert wurde, sind Anrainereinsprüche, etc. nicht möglich. Dennoch regt sich lokaler Protest. FPÖ-Gemeinderat Niegl kritisiert, dass „hier alle Standards der Bauordnung ausgehebelt werden“. Kallco will rund 230 Wohneinheiten ab November errichten, Fertigstellung in einem Jahr.

Neuigkeiten gibt es auch zum Einkaufsspitz auf der Brünnerstraße. Ein kleiner Teil an der Pius-Parsch-Promenade hat den Besitzer gewechselt. Ein Abriss der leerstehenden „Einkaufs-Ruine“ oder gar Infos für ein neues Projekt liegen aber in weiter Ferne. Das berichtete Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai: „Ich rede regelmäßig mit beiden Besitzern. Allerdings nur getrennt. Die beiden wollen sich nicht einmal sehen!“ Die nächste Großbaustelle im Bezirkszentrum lässt also noch auf sich warten…
-Hannes Neumayer