Parkpickerl: Anrainerparken kein Thema

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Parkscheibe. Grafik: Robert Sturm cordbase.com
Parkscheibe. Grafik: Robert Sturm cordbase.com
Stein

Zwei Jahre gilt nun auch in Floridsdorf die Parkraumbewirtschaftung, sprich das Parkpickerl. Die Erfahrungen sind je nach Grätzel unterschiedlich: Im Bezirkszentrum ist es wieder schlechter geworden, in der Schleifgasse oder am Kinzerplatz werden nicht benötigte Parkplätze umgestaltet und die Flächen bekommen mit Sitzgelegenheiten und Bäumen mehr Aufenthaltsqualität.

Anrainerparken ist im 21. Bezirk weiter nicht geplant. Das hat zwei Gründe: Einerseits würden dafür immer gleich ganze
Mini-Grätzel untersucht und die erwartbaren Auslastungsergebnisse würden Anrainerparken wohl gar nicht zulassen. Außerdem gelten als Anrainer immer alle Bezirksbewohner und nicht die einer Gasse, eines Häuserblocks oder eines Ortsteils. Insofern würde Anrainerparken eine wenig effiziente Maßnahme sein.

Noch lange nicht fertig ist man mit dem Markieren von Parkplätzen. Das ist vor allem dort ein Problem, wo Autofahrer ihr Gefährt seit Jahrzehnten abstellen, das aber laut StVO gar nicht erlaubt ist. Nun gibt es von Stadträtin Ulli Sima die Order, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres – zumindest in allen engen Gassen – abgeschlossen sein müssen (im 19. Bezirk ist man nach vier Jahren noch nicht fertig). „Die Schwarzlackenau etwa soll noch vor dem Sommer komplett fertig sein“, berichtet Josef Fischer, Vorsitzender der Verkehrskommission. Spätestens dann sollte klar sein, wo man sein Auto ohne eine Strafe zu kassieren abstellen darf und wo nicht.

PS: Denken Sie rechtzeitig daran, Ihr Parkpickerl zu verlängern. Für viele Floridsdorfer steht das noch im Februar an.