Schilderchaos in der Stammersdorfer Kellergasse?

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Karl Mareda und Wolfgang Irschik am Senderparkplatz. Bild: Privat.
Karl Mareda und Wolfgang Irschik am Senderparkplatz. Bild: Privat.

Heftig gestritten wurde in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung um einen FPÖ-Antrag: Nach der kurzen Testphase mit der Durchfahrtssperre am Senderparkplatz in der Stammersdorfer Kellergasse wollte die FPÖ noch bevor die Regelung ab März wieder gilt beraten, ob es nicht eine bauliche Lösung braucht, wie Poller oder Schranken: „Denn so ist das ein Schildbürgerstreich“, so Klubobmann Karl Mareda. Alle Parteien waren für Beratungen in der Verkehrskommission. Doch die SPÖ hat das mit ihrer (an diesem Tag) absoluten Mehrheit abgelehnt.

 „Der vom Floridsdorfer SPÖ-Bezirksvorsteher Papai verursachte Schilderwald an der Stadtgrenze Wien/Niederösterreich in der Stammersdorfer Kellergasse verursacht völliges Chaos und ist für die Autofahrer nicht mehr durchschaubar. Die SPÖ hört offenbar nur auf eine Handvoll Buschenschank-Betreiber und ausgewählte Anrainer, anstatt eine Verbesserung der Verkehrssituation zu erreichen“, kritisieren FPÖ-Bezirksparteiobmann Wolfgang Irschik und FPÖ-Klubobmann Karl Mareda in einer Aussendung.

Stein

Der FPÖ-Antrag auf Prüfung der Möglichkeit baulicher Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und einer Kostenschätzung wurde in der letzten Bezirksvertretungssitzung (09.11.2022) 45 Minuten diskutiert. Wie üblich sollte der Antrag zunächst der Verkehrskommission zugewiesen werden, dort wird dann beraten. Alle Parteien – sogar die NEOS – waren dafür: Aber aufgrund von einigen Krankmeldungen hatte die SPÖ Floridsdorf die absolute Mehrheit und den Antrag abgelehnt. „Damit stehen Bezirksvorsteher Papai und die Floridsdorfer SPÖ weiter für Chaos und Ungemach im Straßenverkehr der Stammersdorfer Kellergasse“, so Irschik und Mareda.

Warum der Antrag abgelehnt wurde, erklärt Josef Fischer (SPÖ), Leiter der Verkehrskommission im Bezirk: „Schranken oder Poller wollen wir derzeit nicht. Wir wollen es ab 1. März mit einem höheren Überwachungsdruck und mehr Informationen für die Bürger probieren.“