Kampf um Banken und Bankomaten

1309
Bezirksrätin Maria Filip. Bild: SPÖ Floridsdorf.
Bezirksrätin Maria Filip. Bild: SPÖ Floridsdorf.

Ein Überblick über die Bezirksvertretungssitzung vom 14. Juni.

Mit einer Mehrparteienresolution hat sich die Bezirksvertretung (BV) für den Erhalt von Bankfilialen, Bankomaten und „der Aufrechterhaltung einer Infrastruktur für die Behebung von Bargeld“ ausgesprochen. Zuletzt hat eine Bank in der Großfeldsiedlung geschlossen. Zu befürchten ist, dass es bald nur noch rund um den Spitz echte Filialen geben wird. „Besonders für ältere Menschen werden Bank-Geschäfte und das Beheben von Bargeld immer schwieriger. Oft ist es ein langer und umständlicher Weg zu einer weit entfernt liegenden Bank bzw. zum Bankomaten – gerade für ältere eine echte Hürde“, erklärt Bezirksrätin Maria Filip (SPÖ, Bild).

Nach dem Bericht in der Floridsdorfer Zeitung über Anna Sinawastin beantragt die BV nun, dass fast hundert Jahre nach der
Ankündigung in der Sinawastingasse eine Zusatztafel angebracht wird. Text: „Anna Sinawast (*1825, +26. Dezember 1891), Dienstmagd, Wohltäterin (vermachte ihren Nachlaß von 3.950 Gulden einer Stiftung für verarmte alte Dienstboten).

Die ÖVP fordert mit zwei Anträgen mehr Verkehrssicherheit in Stammersdorf: Einerseits in der Josef-Flandorfer-Straße, die Vorrang gegenüber den kleineren Quergassen bekommen soll. Andererseits am Freiheitsplatz, wo es vor allem um die schlechte Einsicht in die Stammersdorfer Straße geht.

Die FPÖ will wissen, ob das Verkehrskonzept für den Kinzerplatz bereits beauftragt wurde und ob die Anrainer Ideen einbringen können. Antwort: Noch ist unklar wer genau das Konzept erstellen wird.

Die Grünen wollen mittels Anfrage wissen, ob weitere WienMobil-Stationen inklusive Carsharing in Floridsdorf geplant sind. Derzeit gibt es nur drei im 21. Bezirk.

Die FPÖ fordert einen fehlenden Poller An der oberen alten Donau (Station Brossmannplatz) möglichst rasch zu ersetzen.

Die Grünen wollen, dass die Marischkapromenade in Neu Leopoldau von der Tauschekgasse bis zur Fußgängerzone zur Wohnstraße wird. Damit wäre auch klar, dass Kfz mit Schritttempo fahren dürfen.

Die FPÖ will, dass im Hans-Hirsch-Park die Wege so verbessert werden, damit sich nach Regengüssen nicht immer unzählige Wasserlachen bilden.

Die ÖVP will eine Klärung für diverse Siedlungsgassen (Skraupstraße, Kravoglgasse, etc.), wie die genaue Parkordnung ist.

Die NEOS wollen gegenüber dem Eissalon Benner auf der Prager Straße eine Geschäftsstraßen-Kurzparkzone.

In der Siedlung Gerasdorfer Straße (südlich) soll es eine neue Widmung geben. Im Herbst wird es eine Anrainerbefragung wie in der Nordrandsiedlung geben, berichtet Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ).

Der Rechnungsabschluss 2022 wurde gegen die Stimmen der FPÖ abgesegnet.

Aus dem Förderprogramm ,Lebenswerte Klimamusterstadt‘ bekommt Floridsdorf die Projekte ,Denglerpark neu‘, Gerlosplatz, Entsiegelung Kinzerplatz und Bäume in der Schenkendorfgasse mit insgesamt fast zwei Millionen Euro gefördert, die somit nicht das Bezirksbudget belasten.

Das Budget des Floridsdorfer Jugendparlaments wird 2024 von 50.000 auf 70.000 erhöht.

Im September wird die neue Schule in der Marischkapromenade in Neu Leopoldau eröffnet. -Hannes Neumayer