Stammersdorf und Strebersdorf: Kein Platz für Hundezonen?

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Anrainerin Victoria und ihr Hund. Bild: Privat.
Anrainerin Victoria und ihr Hund. Bild: Privat.

„Als gebürtige Tirolerin die seit letztem Jahr in Stammersdorf lebt, ist mir ein rießiges Manko in der Umgebung aufgefallen. Es gibt in ganz Stammersdorf keine einzige Hundezone!“, schreibt Leserin Victoria. Und tatsächlich: Weder in Stammersdorf, noch in Strebersdorf, gibt es Hundezonen. Die ÖVP Floridsdorf will das jetzt ändern.

Victoria fragt sich: „Die nächste Hundezone ist über 40 Minuten Fußmarsch entfernt, wie kann das sein? Man kann beobachten, dass überall gebaut wird, neue Wohnungen, Kleingartenanlagen, Kinderspielplätze werden erneuert aber an eine Hundezone denkt hier niemand, obwohl es in der Umgebung so viele Hunde gibt. Wir wohnen Ecke Luckenschwemmgasse: Die nächste Hundezone wäre in der Parkanlage Illgasse. Das sind 42 Minuten Fußmarsch!“

Stein

Unterstützung kommt von ÖVP-Gemeinderätin Julia Klika und Bezirksrätin Lisi Strauch: „Wien präsentiert sich immer als hundefreundliche Stadt. In anderen Bezirken findet man flächendeckend Hundezonen. Und dann gibt es weder in Stammersdorf noch in Strebersdorf eine. Anrainer müssen, wollen sie nicht mit Radler oder Familien mit Kindern in Konflikt kommen, mit dem Auto in andere Bezirke ausweichen.“

Julia Klika (links)  und Lisi Strauch. Bild: Privat
Julia Klika (links) und Lisi Strauch. Bild: Privat

Die beiden ÖVP-Politikerinnen haben für Strebersdorf auch einen Vorschlag parat: An der Ecke Mayrweckstraße und Gmündstraße. Nach dem Sommer soll in der Bezirksvertretung ein Antrag zur Umsetzung eingebracht werden. Im Gemeinderat wurde ein ÖVP-Antrag dem zuständigen Ausschuss zugewiesen. Bei der ÖVP ist man zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden.

Die MA42 verweist auf den Bezirk: Wenn der eine Hundezone will, dann schafft die MA42 eine. Warum gibt es also auf einem Drittel der Bezirksfläche keine? Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ): „Auch ich bekomme immer wieder Anfragen. Es ist leider nicht einfach, eine Fläche zu finden, die der MA42 gehört. Und wenn wir eine vorhandene Parkanlage teilen, sind wieder die Nicht-Hundebesitzer verärgert.“ Das wäre auch beim ÖVP-Vorschlag das Problem: Hier wären die Mieterkommitees der nahen Gemeindebauten und auch die Jugendzentren massiv dagegen.

Victoria (Bild unten) hofft auf eine Lösung: „Gerade mit einem größeren Hund, ist eine Hundezone in unmittelbarer Nähe wichtig, um den Hund artgerecht auslasten zu können. Außerdem ist eine Hundezone für die Sozialisierung wichtig.“ -H.Neumayer