Neuer Sozialmarkt soll Hemmschwellen senken

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Das Geschäft in der Frömmlgasse, größter der fünf Sozialmärkte des Samariterbund Wiens. Bild: Samariterbund/Pall.
Das Geschäft in der Frömmlgasse, größter der fünf Sozialmärkte des Samariterbund Wiens. Bild: Samariterbund/Pall.

Der vor 15 Jahren eröffnete erste Sozialmarkt des Samariterbund Wien in der Frömmlgasse wurde von Grund auf renoviert und mit einem modernen Konzept versehen. Ein Überblick über die immer stärker besuchten Sozialmärkte.

Das attraktive Ambiente in der Frömmlgasse 31 soll Hemmschwellen senken, im Sozialmarkt einzukaufen. Susanne Drapalik (im Bild 2. v. rechts), Präsidentin des Samariterbund Wien: „Der Umbau kann Menschen, die von Armut bedroht sind, aber bislang noch nicht bei uns eingekauft haben, die Hemmung nehmen, dieses Sozialangebot zu nutzen – sie können sich hier so vertraut wie in kommerziellen Supermärkten bewegen und trotzdem von den stark vergünstigten Preisen profitieren.“ Es gibt Nahrungsmittel und Hygieneartikel zu sehr reduzierten Preisen. Die Nachfrage ist im Laufe des vergangenen Jahres um 40 Prozent gestiegen. Die Kunden müssen sich vorab registrieren (www.samariterbund.net).

In den ,Kommunikationsecken‘ der Samariterbund Sozialmärkte können Kunden entspannt Kaffee und Kuchen genießen – und das zu einem günstigen Preis. Bei der Sozialberatung erhalten sie zudem Beratungen zu aktuellen Themen aus den Bereichen Soziales, Bürokratie und Gesundheit.

Gleich zwei Standorte für Menschen in Not hat Foodpoint in Floridsdorf: Brünner Straße 138A und Prager Straße 146. Auch hier gibt es Lebensmittel etc. – alle Menschen mit geringem Einkommen oder in Notsituationen haben Anspruch. Infos: www.verein-startup.at
Auf der Homepage der Stadt Wien (www.wien.gv.at) kann man aktuell die Wohnungssicherung Plus beantragen. Zielgruppe sind Mieter, die vom Verlust der Wohnung bedroht sind: Unabhängig davon, ob sie im Gemeindebau, in einem geförderten oder privaten Wohnbau leben. Außerdem laufen die Förderaktionen Wohnbonus 2023 (bis 30.9.), Energieunterstützung Plus, Befreiung von den Essenskosten in Kinderbetreuungseinrichtungen und natürlich die Wohnbeihilfe.
Überblick auf www.wien.gv.at

Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf, Dr.in Susanne Drapalik, Präsidentin des Samariterbund Wiens, und Stefan Hörmann Bereichsleiter Sozialmärkte Floridsdorf-Donaustadt. Bild: Samariterbund/Pall.
Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf, Dr.in Susanne Drapalik, Präsidentin des Samariterbund Wiens, und Stefan Hörmann Bereichsleiter Sozialmärkte Floridsdorf-Donaustadt. Bild: Samariterbund/Pall.

„Aus vielen Gesprächen mit den Menschen in unserem Bezirk weiß ich, dass das Geld oft Monat für Monat schneller knapp wird als noch vor ein paar Jahren. Attraktive Angebote wie diese helfen, die Folgen der allgemeinen Teuerung abzufedern. Ein Lichtblick, der den sozialen Zusammenhalt in Floridsdorf unterstreicht“, sagt Bezirksvorsteher Georg Papai.